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Behindertenplanung im Raum Adenau steht auf dem Prüfstand

Wie sieht die Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Raum Adenau aus? Diese Frage wird jetzt angegangen. Eine Fachtagung (am 8. November) machte den Anfang, wie die Kreisverwaltung Ahrweiler meldet.

Zur Erinnerung: Der Kreistag hat 2005 den Teilhabeplan für den Kreis Ahrweiler verabschiedet. Dieser Plan ist langfristig angelegt und will Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen helfen. Im Zentrum stehen der Ausbau des Betreuten Wohnens und anderer geeigneter Wohnformen, die Schaffung von behindertengerechten Arbeitsplätzen, die Frühförderung sowie integrative Angebote in Schulen und Kindertagesstätten.

Bereits umgesetzte Beispiele sind das Appartementhaus mit Beratungs- und Begegnungszentrum für behinderte Menschen in Sinzig und das aus der Kleider- und Möbelkammer hervorgegangene Sozialkaufhaus LISA in Bad Breisig mit entsprechenden Arbeitsplätzen. Im Kreisgebiet beziehen mehrere Hundert Menschen verschiedene Leistungen der Eingliederungshilfe – Tendenz steigend. Der Teilhabeplan verfolgt zwei wesentliche Ziele: erstens den Betroffenen keine standardisierte, sondern „Hilfe nach Maß“ zu geben, zweitens die eingesetzten Finanzmittel zielgerichtet und sachgerecht zu verwenden.

Mit Blick auf den Raum Adenau und die Versorgung der dortigen Menschen mit Behinderungen sieht der Teilhabeplan weiteren Handlungsbedarf. Dieser soll jetzt vorrangig abgearbeitet werden. Erster Schritt war die Fachtagung im Dorint-Hotel am Nürburgring, an der rund 30 Repräsentanten und Einrichtungsträger teilnahmen. Zwei Experten der Behindertenplanung moderierten das Erstgespräch: Prof. Dr. Albrecht Rohrmann und Dr. Johannes Schädler von der Universität Siegen, die bereits für die Erstellung des AW-Teilhabeplans verantwortlich zeichneten. Die Tagungsergebnisse werden derzeit zusammengestellt und ausgewertet.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.11.2008

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