BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

AW-Förderprogramm für Vereine übernimmt wichtige Ausgleichsfunktion

Bilanz 2008: 100.000 Euro ausgezahlt – Anträge für 2009 ab sofort einreichen

Von Trompeten und Klarinetten für Musikvereine über Fußballtore für Jugendmannschaften bis zur Sanierung ganzer Vereinsheime: Aus dem Förderprogramm des Kreises Ahrweiler für Vereine und das Ehrenamt sind 2008 knapp 100.000 Euro für 98 Einzelmaßnahmen geflossen. Nachdem der Kreistag die Vereinsförderprogramme einstimmig beschlossen hat, können jetzt auch die Anträge für 2009 eingereicht werden. Das meldet die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Mit diesen Finanzspritzen übernimmt der Kreis nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler „eine wichtige Ausgleichsfunktion“. Beim Start des Förderprogramms im Jahr 2001 sei es ein zentrales Anliegen gewesen, „dass Vereine im gesamten Kreisgebiet ihre bedeutende Funktion für die Gesellschaft ausüben können – und zwar unabhängig von der jeweiligen Finanzausstattung ihrer Stadt oder Gemeinde.“

Der Kerngedanke: Die finanzielle Lage der Kommunen im Kreisgebiet gestalte sich unterschiedlich. Gemeinden mit schwieriger Haushaltslage könnten für ihre Vereine weniger Geld zur Verfügung stellen als andere. Hier setze der Kreis an und wolle sicherstellen, dass alle Vereine im Kreisgebiet im Rahmen der Förderrichtlinien nach den gleichen Kriterien Zuschüsse erhalten können.

Vor allem wegen ihrer aktiven Jugendarbeit seien die Vereine „unverzichtbare Stützen unserer Gesellschaft.“ So trage die Vereinsförderung maßgeblich zu Jugendschutz und Prävention bei. Pföhler nennt einen weiteren Vorteil: „Unser Förderprogramm ist eine öffentliche Anschubfinanzierung – und das im doppelten Sinn.“ Erstens: Es ergänze und verstärke das Engagement der ehrenamtlich Tätigen. „Jeden Euro, den der Kreis in die Vereine und das Ehrenamt investiert, erhält die Allgemeinheit doppelt und dreifach zurück.“ Zweitens: Jede Förderung etwa einer Baumaßnahme führe zu Aufträgen für das Handwerk. Wichtig ist dem Landrat die Feststellung, dass die Förderung Investitionen anstößt, die ohne Zuschüsse in dieser Form nicht getätigt würden.

Zur Bilanz 2008: Die Kreisverwaltung hat 87 Maßnahmen bewilligt. Für 21 Bauvorhaben gab es insgesamt 69.000 Euro Zuschüsse, etwa für die Schützenhalle und die Schießanlage der St. Sebastianusschützen Bad Bodendorf oder die Sanierung von Tennisplätzen des Tennis-Clubs Bad Breisig. Mit 48 Fördermaßnahmen, hinter denen 25.000 Euro stecken, haben die Vereine neue Geräte gekauft, beispielsweise Tischtennis-Platten, Spielplatzgeräte und diverse Musikinstrumente.

Der dritte Block des kreiseigenen Förderprogramms stützt die Fortbildung von ehrenamtlich Aktiven. Dazu zählen unter anderem Probewochenenden für Orchester und Seminare für den Kinderschutzbund oder die Telefonseelsorge. Dafür gab es im vergangenen Jahr 4.200 Euro. Macht zusammen 98.000 Euro.

Ergänzt wird der Zuschusstopf für die Vereine und das Ehrenamt durch die Fördermittel, die das Kreisjugendamt verwaltet. Dies gilt etwa für den Bau von Jugendräumen oder für Ferienfreizeiten und Gruppenleitertagungen. Rechnet man beide Großblöcke zusammen, dann ergibt sich seit 2001, als das Vereinsprogramm loslegte, eine imposante Bilanz. Seither hat der AW-Kreis rund 2.800 Maßnahmen bezuschusst und 2,2 Millionen Euro für die ehrenamtliche Vereins- und Jugendarbeit ausgezahlt.

Der Ausblick: 2009 laufen die Förderungen weiter. Aus dem Programm für Vereine und das Ehrenamt können die Zuschüsse ab sofort beantragt werden. Für Baumaßnahmen sowie die Anschaffung von Geräten und Inventar können Zuschüsse von 25 Prozent der Kosten gewährt werden. Für Baumaßnahmen gelten 5.000 Euro als Förderhöchstgrenze, für Geräte maximal 1.100 Euro.

Infos zur Vereinsförderung: Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/975-583, Fax 02641/975-7583; E-Mail: Annette.Konrads@kreis-ahrweiler.de, Internet: www.kreis-ahrweiler.de („Vereine & Sport“).


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.01.2009

<< zurück