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Mit U-Untersuchungen die gesunde Entwicklung der Kinder sichern

„Ich geh´ zur U! Und Du?“ spricht Eltern an – Gemeinsame Aktion von Kindertagesstätten, Jugendamt und Gesundheitsamt

30 Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler beteiligen sich an der bundesweiten Aktion „Ich geh´ zur U! Und Du?“, mit der Kindergesundheit und Kinderschutz noch stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert werden sollen. Zuvor hatte die Kreisverwaltung, in der das Jugendamt und das Gesundheitsamt die Fäden in der Hand halten, die Anmeldung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln auf den Weg gebracht.

Die Aktion läuft vom 1. März bis 31. Juli 2009. Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der die Schirmherrschaft übernommen hat, positioniert das Vorhaben „in unser Gesamtkonzept, mit dem wir das Kinderschutzgesetz in die Praxis umsetzen“. Im Kreis-Jugendamt sei die Projektstelle „Frühe Kindheit“ eingerichtet worden, die zwei Schwerpunkte verfolge: erstens die Funktion als Service- und Beratungsstelle für junge Menschen mit Handicaps, zweitens den Kinderschutz.

Im Slogan „Ich geh´ zur U! Und Du?“ steckt eine Aussage und eine als Frage gestellte Aufforderung. Zentrale Zielgruppe sind die Eltern: Sie sollen die Wichtigkeit der Früherkennungsuntersuchungen erkennen und dazu motiviert werden, diese mit ihren Kindern freiwillig in Anspruch zu nehmen. Zentrales Bindeglied zwischen dem Kreis und den Eltern sind die Kindertagesstätten. Sie wiederum sollen die Eltern ansprechen: bei den täglichen Kontakten, besser noch durch Elternbriefe oder Info-Abende. Dafür steht den Kitas hinreichend Info-Material für Eltern zur Verfügung.

Die Früherkennungsuntersuchungen spielen eine zentrale Rolle im neuen „Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit in Rheinland-Pfalz“, kurz Kinderschutzgesetz, das im März vorigen Jahres in Kraft trat.

Die nach Altersstufen gestaffelten insgesamt zehn U-Untersuchungen dienen unter anderem dazu, Entwicklungsstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern frühzeitig zu diagnostizieren. Bleiben beispielsweise Hör- und Sehstörungen unerkannt und somit unbehandelt, erschwert dies die Teilnahme der Kinder am gesellschaftlichen Leben und speziell am Schulunterricht.

Die Teilnahme an den U-Untersuchungen sinkt nach Angaben der BZgA mit zunehmendem Alter der Kinder, nämlich ab dem zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter. Das müsse sich ändern.

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Holger Lind, Ruf 02641/975-361, Holger.Lind@kreis-ahrweiler.de; www.ich-geh-zur-u.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.02.2009

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