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Gemeinsam die Leukämie bekämpfen

Die Chance auf ein neues Leben schenken – DKMS sucht Knochenmarkspender

Im Kampf gegen die Leukämie (Blutkrebs) macht das Kreis-Gesundheitsamt Ahrweiler auf die Arbeit der Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH (DKMS) aufmerksam. Motto: „Schenken Sie die Chance auf ein neues Leben.“

Seit Gründung der DKMS im Mai 1991 haben sich 1,8 Millionen Menschen registrieren lassen. In mehr als 16.500 Fällen konnten Stammzellspender schwerkranken Menschen Hoffnung auf ein neues Leben geben. Die DKMS will aber mehr: Irgendwann soll jeder Patient, der eine Stammzellspende braucht, einen passenden Spender finden.

Aufmerksamkeit schaffen, Aufklären, Vorurteile abbauen und Spender finden – so definiert die DKMS ihre Ziele. Alle 45 Minuten reiße die Diagnose Leukämie in Deutschland jemanden aus seinem bisherigen Leben, darunter viele Kinder und Jugendliche. Unzähligen Patienten könne nur durch eine Stammzellspende geholfen werden. Zwar würden täglich vier bis fünf Stammzellspender vermittelt. Dennoch finde sich immer noch für jeden fünften Patienten kein geeigneter Spender. Oft sei nicht mangelnde Hilfsbereitschaft der Grund für das zögerliche Verhalten bei der Registrierung. Eher stünden Unkenntnis und Unsicherheit hinter dieser Haltung, so die DKMS.

Wichtig: „Niemand will Ihnen ans Rückenmark!“. In die DKMS führten viele Wege. Über öffentliche Aufrufe, Aktionen in Firmen, Briefe oder das Internet meldeten sich die neuen Spender. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung folge in der Regel eine kleine Blutentnahme. Fünf Milliliter reichten, um die Gewebemerkmale festzustellen, in besonderen Fällen gehe das auch mit einem Abstrich aus der Wangenschleimhaut. Passe ein Spender zu einem Patienten und sei weiter zur Spende bereit, sei nach weiteren Untersuchungen die Spende möglich. Für die Spender bedeute die Spende keinen Verlust, weil die entnommenen Zellen sich schnell wieder nachbildeten.

Für eine erfolgreiche Transplantation müssten die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen. Diese Wahrscheinlichkeit liege zwischen 1:20.000 und 1: zu mehreren Millionen. Die DKMS sei zur weltweit größten Datei gewachsen. Zugleich sei die DKMS auf finanzielle Unterstützung angewiesen: Kontonummer 255 556 bei der Kreissparkasse Tübingen (BLZ 640 500 20). Internet: www.dkms.de.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.03.2009

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