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Breitband-Konferenz bringt Bürgermeister und Beteiligte an einen Tisch

Vorschlag des Landrats: Beim Ausbau kooperieren, Doppelinvestitionen vermeiden – Datennetze, Leerrohre, Glasfaser, Funktürme und Abwasserkanäle

Die Breitbandversorgung, die leistungsstarke digitale Internetverbindungen schaffen soll, bleibt eine Daueraufgabe im Kreis Ahrweiler. Landrat Dr. Jürgen Pföhler unterbreitet jetzt einen neuen Vorschlag. Eine „Versorgerkonferenz“ bringt Bürgermeister, Straßenbaubehörden, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger sowie die Industrie- und Handelskammer an einen Tisch. Ein wesentliches Ziel: Tiefbaumaßnahmen nutzen, um Leerrohre für die Breitbanderschließung mitzuverlegen.

Mit dieser Konferenz am Montag, 27. April, in der Kreisverwaltung Ahrweiler setzt sich die „DSL-Initiative“ des AW-Kreises fort. DSL steht für „Digital Subscriber Line“ und ermöglicht breitbandige digitale Internetverbindung über das Telefonnetz. Bei dieser Initiative nimmt der Kreis eine koordinierende Funktion ein, etwa durch kreisweite Informationsveranstaltungen, Rahmengespräche oder die Vermittlung zwischen Breitbandversorgern und interessierten Gemeinden. Die Umsetzung konkreter Lösungen vor Ort hingegen bleibt Aufgabe der Kommunen.

Die leistungsfähige und nachhaltige Breitbandversorgung habe sich zu einem Standortfaktor entwickelt, der über die Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsraums entscheide, so Pföhler. Das Problem: Obwohl die Kabel- und Telekommunikationsunternehmen kräftig in den Ausbau ihrer Breitbandnetze investierten, geschehe dies meist in großen Städten und Ballungsräumen, wo sich solche Investitionen „rechnen“. Allerdings sei auch der ländliche Raum auf diese Ausstattung angewiesen.

Die Bereitschaft der Kabel- und Telekommunikationsunternehmen für eine flächendeckende Versorgung des ländlichen Raumes scheitere überwiegend an den Tiefbaukosten. Diese machten bis zu 70 Prozent der anfallenden Kosten für das Breitband aus. Was tun? „Beim Ausbau in die Infrastruktur kooperieren, Synergien erzielen und dadurch Doppelinvestitionen vermeiden“, schlägt der Landrat vor.

So könnten bei anstehenden Tiefbauarbeiten entsprechende Leerrohre auch dann mitverlegt werden, wenn zum Zeitpunkt der Baumaßnahme noch kein Telekommunikationsanbieter vor Ort sei, der die Kosten trage. Daher müssten sich die Kommunen rechtzeitig mit Ver- und Entsorgungsbetrieben, Straßenbaulastträgern und Telekommunikationsunternehmen abstimmen.

Zur Vorbereitung auf die Versorgerkonferenz sollen die Beteiligten mitteilen, über welche Infrastruktur in Form von Datennetzen, Leerrohren, Glasfaser, Funktürmen oder Abwasserkanälen sie verfügen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen mitgenutzt werden könnten.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.04.2009

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