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Nürburgring 2009: Erstes Groß-Biomasseheizwerk im Kreis Ahrweiler

RWE Rhein-Ruhr und Nürburgring GmbH unterzeichnen Energie- und Umweltkonzept - Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Referenzprojekt für Energieeffizienz in unserer Region“

Das Projekt „Nürburgring 2009“ heizt auch in ökologischer Hinsicht ein. Zusammen mit RWE Rhein-Ruhr startet die Nürburgring GmbH ein Gesamtkonzept zur Energieeffizienz. So soll das erste Groß-Biomasseheizwerk im Kreis Ahrweiler entstehen. Geplant ist eine Holzhackschnitzelheizung für die Wärmeversorgung und Warmwassererzeugung in der gesamten Erlebniswelt und den Bereich „Grüne Hölle“ am Nürburgring.

Das neue „welcome center“ wird künftig über ein installiertes Fernwärmenetz beheizt. Im Personalheim in Adenau wurde bereits Anfang des Jahres eine Pelletheizung installiert. Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Kafitz und RWE-Vorstandsmitglied Achim Südmeier unterzeichneten heute die vertragliche Vereinbarung über das Energie- und Umweltkonzept am Nürburgring.

„Der Kreis Ahrweiler ist beim Thema Biomasse Vorreiter. Bereits im Jahr 2006 haben wir einen „Biomasse-Masterplan“ gemeinsam mit dem Institut für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld erstellt, der Potenziale für die Biomassenutzung im Kreis Ahrweiler aufzeigt. Das neue Heizwerk am Nürburgring ist nun unser erstes Großprojekt“, hob Landrat Dr. Jürgen Pföhler diese Maßnahme hervor. Der Nürburgring setze auf ökologische Energien und sei als einzige Rennstrecke auf der Welt mit einem Ökosiegel nach der EG-Öko-Audit-Verordnung EMAS zertifiziert. Pföhler, der sich persönlich für das Klimaschutz-Projekt eingesetzt hatte, erklärte weiter: „Überall, wo der Kreis beteiligt ist, erfolgt eine konsequente Umsetzung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedankens. Das geplante Energie- und Umweltkonzept von RWE und Nürburgring ist damit jetzt ein Referenzprojekt für Energieeffizienz in unserer Region.“

Das Konzept am Ring: RWE übernimmt den Betrieb und die gesamten Investitionen für Heizwerk und Fernwärmenetz. Gleichzeitig präsentiert der Energieversorger öffentlichkeitswirksam am Nürburgring das Thema Energieeffizienz. Die notwendige Biomasse soll von Zulieferern aus der Region bezogen werden. Landrat Dr. Pföhler: „Die Nutzung alternativer Energiequellen wird in Zukunft noch wichtiger als bisher. Biomasse hat Zukunftspotenzial. Es gilt, die Chancen der Energiegewinnung aus Biomasse auch bei anderen Bauvorhaben zu nutzen.“

Der Kreis setze mit vielen Projekten ein eindeutiges Zeichen bei der Nutzung von alternativen Energien und sei bestrebt, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. So seien die Dächer der kreiseigenen Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet worden, das Schulzentrum Bachem besitze eine Holzhackschnitzelheizung und die Nürburgring-Schule Wimbach verfüge nun über Erdwärmeversorgung. „Aktuell setzen wir unseren Fokus auf die weitere energetische Sanierung der Gebäudehüllen unserer Schulen. Hierzu haben wir Mittel aus dem Konjunkturprogramm II beantragt“, ergänzte der Landrat. Ebenfalls werde aktuell das Erweiterungsgebäude des Are-Gymnasiums Bad Neuenahr als erstes öffentliches Dienstgebäude in Passiv-Bauweise errichtet.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.04.2009

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