BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Apollinariskirche: „Herausragendes Kulturgut gemeinsam erhalten“

Der Kreis Ahrweiler hilft bei der Restaurierung in der Krypta – Hauptwerk der romantischen Neugotik

Mit einem Zuschuss von weiteren 10.000 Euro unterstützt der Kreis Ahrweiler die Sanierung der Apollinariskirche in Remagen. Seit 1986 hat der Kreis bei der Restaurierung der Wallfahrtskirche mit insgesamt 380.000 Euro geholfen.

„Wir wissen um den Wert dieses herausragenden, überregionalen Kulturgutes, das nur mit gemeinsamen Anstrengungen erhalten werden kann“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einem Besuch in der Kirche im Gespräch mit Otmar Brittner vom Bischöflichen Generalvikariat Trier, Pater Bartholomé von der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“, Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Hans-Joachim Bergmann.

Mit dem Geld fördert der Kreis insbesondere die Restaurierungsarbeiten an den Dekorationsmalereien in der Krypta. Bei der seit 1986 laufenden Sanierung wurde das Außenmauerwerk der Kirche restauriert, hinzu kamen 1995 und 1996 das Dach und seit 1997 das Kircheninnere. An den Kosten haben sich der Bund, das Land Rheinland-Pfalz, das Bistum Trier, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Kreis Ahrweiler, die Stadt Remagen und der Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V. beteiligt. Bis zum Weggang der Franziskanermönche Ende 2006 hat auch die Kölnische Franziskanerprovinz in Düsseldorf einen Teil der Kosten übernommen. Seitdem läuft die Renovierung unter der Regie der „Stiftung Wallfahrtskirche St. Apollinaris“.

Die zwischen 1839 und 1843 gebaute Kirche gilt als ein Hauptwerk der romantischen Neugotik in Deutschland. Auf dem früheren Martinsberg, dem heutigen Apollinarisberg, bestand wohl bereits zu römischer Zeit eine Kultstätte. Die Reliquie des Heiligen Apollinaris kam wohl 1164 durch den damaligen Kölner Erzbischof Reinald von Dassel nach Remagen. Er befand sich auf dem Rückweg nach Köln, wohin er die Gebeine der Heiligen Drei Könige bringen wollte, die er in Mailand erbeutet hatte. Es setzte eine rege Wallfahrt zum Heiligen Apollinaris ein, die bis heute anhält. Seit 2007 ist die „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ auf dem Apollinarisberg beheimatet.

FOTO: Kreis hilft in Krypta: Pater Bartholomé (v.l.), Dr. Jürgen Pföhler, Otmar Brittner, Hans-Joachim Bergmann und Herbert Georgi im Gespräch.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.05.2009

<< zurück