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Breitband-Versorgung: Antragspaket aus Ahrweiler nach Mainz geschickt

Kreis und Kommunen gehen neuen Schritt in DSL-Initiative – „Leerrohrprogramm“ des Landes Rheinland-Pfalz nutzen

Bei der Breitband-Initiative, die leistungsstarke digitale Internetverbindungen schaffen soll, starten der Kreis Ahrweiler und mehrere Kommunen eine neue Offensive. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat in Abstimmung mit den hauptamtlichen Bürgermeistern ein Antragspaket auf den Weg nach Mainz gebracht. Die Anträge beziehen sich auf das „Leerrohrprogramm“ des Landes Rheinland-Pfalz.

„Die Breitband-Versorgung im Kreisgebiet stellt sich sehr unterschiedlich dar“, erklärte der Landrat und verwies auf sehr gut ausgestattete Gebiete einerseits und „weiße Flecken“ vor allem im ländlichen Raum andererseits. Die DSL-Initiative des Kreises – DSL steht für „Digital Subscriber Line“ und ermöglicht breitbandige digitale Internetverbindung über das Telefonnetz – sei ehrgeizig und sehe vor, dass möglichst alle weißen Flecken von der Landkarte verschwinden, so Pföhler.

Bei einer Versorgerkonferenz mit den Bürgermeistern, Straßenbaubehörden, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorgern sowie der Industrie- und Handelskammer wurde jüngst unter anderem besprochen: Die Bereitschaft der Kabel- und Telekommunikationsunternehmen für eine flächendeckende Versorgung des ländlichen Raumes scheitern überwiegend an den Tiefbaukosten. Diese machen bis zu 70 Prozent der anfallenden Kosten für das Breitband aus. Ein Ausweg: bei anstehenden Tiefbauarbeiten entsprechende Leerrohre auch dann mitverlegen, wenn zum Zeitpunkt der Baumaßnahme noch kein Telekommunikationsanbieter vor Ort ist, der die Kosten trägt. Daher müssten sich Kreis und Kommunen rechtzeitig mit Ver- und Entsorgungsbetrieben, Straßenbaulastträgern und Telekommunikationsunternehmen abstimmen.

Die jetzt beim rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium eingereichten Anträge gelten für folgende Ortsgemeinden und Ortsteile: Gönnersdorf und Waldorf (Verbandsgemeinde Bad Breisig), Kalenborn und Kirchsahr (VG Altenahr) sowie Oedingen (Stadt Remagen). Bei der Gemeinde Grafschaft sind Maßnahmen vorgesehen in Eckendorf, Gelsdorf, Ringen und Karweiler, in Bölingen sowie zwischen Bölingen und Vettelhoven, in Leimersdorf mit einer Weiterführung nach Niederich und Oeverich sowie schließlich in Nierendorf mit einer Weiterführung nach Birresdorf.

Das „Leerrohrprogramm“ des Landes Rheinland-Pfalz hilft Kommunen bei Tiefbauarbeiten, die der Anbindung des ländlichen Raums ans Internet dienen. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Finanzkraft der Kommunen und beträgt zwischen 60 und 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.05.2009

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