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Breitband-Versorgung: Landrat schaltet Minister ein

Wegen der flächendeckenden Versorgung des Kreises Ahrweiler mit Breitband, das leistungsstarke digitale Internetverbindungen schaffen soll, hat sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt an den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering gewandt. Anlass ist eine aktuelle Mitteilung der Deutschen Telekom über einen Investitionsstop.

Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Wirtschaftskrise und dem Einbruch im Mobilfunk sowie der Entscheidung der Regulierungsbehörde, die Nutzungsentgelte, die andere Wettbewerber für die Anmietung der Telekomanlagen entrichten, erneut zu senken. Pföhler befürchtet, „dass ein solcher Investitionsstop der Telekom zu großen Problemen bei der Versorgung des ländlichen Raumes führen wird.“

Sollte diese Entscheidung von Dauer sein, störe dies die zahlreichen Breitbandbemühungen des Kreises Ahrweiler und der Kommunen erheblich, schreibt Pföhler an den Minister. Wegen der Monopolstellung der Telekom hätte dies zugleich massive Auswirkungen auf ganz Rheinland-Pfalz und werfe auch das Land mit seiner Breitbandinitiative zurück. Da einzelne Kommunen überfordert seien, möge der Minister das Thema zur Chefsache erklären und sich mit dem ganzen Verhandlungsgewicht der Landesregierung dafür einsetzen, „dass die Deutsche Telekom ihre investitionsverweigernde Haltung aufgibt“, so der Landrat.

Innerhalb des Kreisgebiets stellt sich die Versorgung nach den Worten Pföhlers unterschiedlich dar. Es gebe sehr gute ausgestattete Gebiete einerseits – und weiße Flecken, vor allem in ländlichen Gebieten, andererseits. Unterdessen habe sich die Kreiswirtschaftsförderung wegen des drohenden DSL-Ausbaus in Dernau mit der Telekom verständigt. Ergebnis: Die Telekom habe den endgültigen Ausbau zugesagt unter der Voraussetzung, dass die Ortsgemeinde kurzfristig den Standort für einen Verteilerkasten festlegt und gegebenenfalls die Kosten dafür übernimmt.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.06.2009

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