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Zwei Naturschutz-Großprojekte fließen in der Königsklasse

Ahrmündung bei Kripp und Obere Ahr-Hocheifel im Adenauer Land finden deutschlandweite Beachtung – 30 Jahre Bundesförderung gewürdigt

Drei Naturschutz-Großprojekte – zwei davon im Kreis Ahrweiler – standen im Mittelpunkt einer Exkursion von bundesweiter Bedeutung. Wissenschaftler, die Spitzen von Naturschutzverbänden, führende Ministeriumsmitarbeiter und weitere Experten besichtigten jetzt das Mündungsgebiet der Ahr und das Vorhaben „Obere Ahr-Hocheifel“ in der Verbandsgemeinde (VG) Adenau. Anlass: der Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Bundesförderung für Naturschutz-Großprojekte.

Bei dieser Veranstaltung, zu der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach Bonn eingeladen hatte, wurden die 67 Projekte „mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung“ vorgestellt. Mit der seit 1979 laufenden Förderung leiste der Bund einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und des nationalen Naturerbes in Deutschland, hieß es. Der neue Name des Programms, „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“, unterstreiche, dass Naturschutz vor allem Chancen für die Natur und die Menschen in den geförderten Regionen eröffnen wolle.

Dr. Jochen Mölle, der das Projekt Obere Ahr-Hocheifel leitet, erläuterte den Exkursionsteilnehmern vor Ort von Dorsel aus ahrabwärts unter anderem die Besonderheiten der Feucht- und Nasswiesen bei Eichenbach und der Felsformationen bei Schuld sowie des Ahr-Mündungsgebiets.

Doppelte Ehre für den Kreis Ahrweiler: Das Mündungsgebiet der Ahr zwischen Remagen-Kripp und Sinzig war in den Jahren 1979 bis 1981 das erste Naturschutz-Großprojekt des Bundes, wie das Umweltministerium betont. Und das Programm Obere Ahr-Hocheifel – es ist das umfangreichste Naturschutzvorhaben des Kreises Ahrweiler – stellt eines der jüngsten Förderprojekte des Bundes dar. Es erstreckt sich im Kerngebiet auf nahezu alle im Gebiet der VG Adenau vorkommenden Fließgewässer und Auenbereiche und ist derzeit 3.350 Hektar groß. Das Gewässer-Randstreifenprojekt verfolgt das Ziel, die Oberahr und sämtliche Zuflüsse einschließlich ihrer Auen zu schützen und in ihrer natürlichen Entwicklung nachhaltig zu sichern. Weitere Vorteile neben der Ökologie entfalten sich in der Landwirtschaft, beim Hochwasserschutz und im Tourismus.

Als Bundesprojekte stehen die Ahrmündung und die Obere Ahr-Hocheifel auf Augenhöhe mit klangvollen Namen wie der Lüneburger Heide, dem Spreewald, dem Odertal, dem Kyffhäuser, der Rügen´schen Boddenlandschaft oder der Havelniederung. Das dritte Gebiet in dieser Königsklasse, das bei der Exkursion besichtigt wurde, liegt ahraufwärts außerhalb der Kreisgrenzen: Es handelt sich um „Ahr 2000“ in Blankenheim.

FOTO: Auf ihrer Exkursion besuchten Experten aus ganz Deutschland die Naturlandschaft der Oberahr.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.08.2009

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