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Historische Orte warten auf interessierte Genießer

Tag des offenen Denkmals am 13. September – 18 Programmpunkte im AW-Kreis

Historische Wein- und Wirtshäuser, Burgen, Bäder und ein Backes: Mit einer Fülle von Objekten ist der Kreis Ahrweiler beim Tag des offenen Denkmals 2009 vertreten. Nicht weniger als 18 Anlaufstellen mit historischen Bauwerken und Anwesen öffnen ihre Pforten für interessierte Besucher. Am Sonntag, 13. September, ist es soweit.

Das diesjährige Motto „Historische Orte des Genusses“ ermöglicht unterschiedliche Zugriffe. Weil: Orte des Genusses, der Freude und der Erholung gibt es überall. Alte Fachwerkhäuser vermitteln Gemütlichkeit, historische Ausgrabungsstätten locken die Besucher raus in die Natur, traditionsreiche Gaststätten erfreuen den Gaumen. Beim Tag des offenen Denkmals handelt es sich um eine europaweite Aktion. Das Ziel: Menschen die Gelegenheit bieten, Kulturdenkmäler zu besichtigen, die sonst nur zu bestimmten Zeiten oder gar nicht geöffnet sind.

In vielen Objekten werden Führungen angeboten. Die Kreisverwaltung Ahrweiler nennt Einzelheiten aus den Veröffentlichungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Mainz, des früheren Landesamtes für Denkmalpflege. Infos stehen im Internet unter www.gdke-rlp.de. Die entsprechende Broschüre liegt kostenlos aus in den Rathäusern der Städte und Verbandsgemeinden sowie der Kreisverwaltung Ahrweiler. Kontakt: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Schillerstraße 44, 55116 Mainz, Ruf 06131/2016-0, Fax 06131/2016-111.

Die Objekte im Kreis Ahrweiler in der Übersicht:
- Burgruine Are, Altenahr
- Alter Zollhof, Bad Breisig
- Altes Zollhaus, Bad Breisig
- Führung zu Orten des Genusses, Bad Breisig
- Historisches Weinhaus Templerhof, Bad Breisig
- Restaurant Am Kamin, Bad Breisig
- Wirtshaus Zum weißen Ross, Bad Breisig
- Ausgrabungsstätte römische Eisenhüttungsanlage An den Maaren, Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Römisches Bad am Weiherberg, Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Ehemalige Synagoge, Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Backhaus, Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Eifel-Destillerie, Grafschaft-Lantershofen
- Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr, Mayschoß
- Ehemalige Propsteikirche, Burgbrohl (Buchholz)
- St.-Maria-Virgines-Kapelle, Dedenbach
- Zehnthof, Königsfeld
- Burg Olbrück, Niederdürenbach-Hain
- Apollinariskeller, Remagen

Burgruine Are, Altenahr:
Treff: Rathaus Altenahr; 1121 erstmals genannte Hochburg, im 14. und 15. Jh. stark ausgebaut, 1714 gesprengt, Reste von Tor und Vorburg, Torturm mit Resten eines Palas und anderer Türme, Reste der Burgkapelle erhalten, 1997-99 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen; Öffnungszeiten: ganztags; Führung: 15 Uhr am Rathaus Altenahr, Rossberg 3; Ansprechpartner: Förderverein Burgruine Are e.V., Telefon: 02643/7967.

Alter Zollhof, Bad Breisig:
Treff: Rheinufer 4; 1280 errichtete Zollstation am Koblenzer Tor; Öffnungszeiten: 11.30 - 22 Uhr (sonst auch geöffnet); Ansprechpartner: Brigitte Kiblitsky, Tourist-Information, Telefon: 02633/45630, E-Mail: Tourist-Info@bad-breisig.de.

Altes Zollhaus, Bad Breisig:
Treff: Rheinufer 16; um 1500 als Zollhaus erbaut; Öffnungszeiten: 11.30 - 22 Uhr (sonst auch geöffnet); Ansprechpartner: Brigitte Kiblitsky, Tourist-Information, Telefon: 02633/45630, E-Mail: Tourist-Info@bad-breisig.de.

Führung zu Orten des Genusses, Bad Breisig:
Treff: 14 Uhr Hotel Rhein-Residenz, Rheinufer 1; die Stadt Bad Breisig stellt in einer Führung verschiedene Orte des Genusses vor, darunter den Templerhof (heute Weinhaus Templerhof), einen Bruchsteinbau, der über der Tür und durch Ankerzahlen auf der Seite in das Jahr 1657 datiert ist, die Gaststätte „Alter Zollhof“, ein Fachwerkhaus, das auf das Jahr 1663 zurückgeht und wohl 1782 teilweise barock überformt wurde, seitlich auskragendem Obergeschoss und sich kreuzenden Giebeln sowie das „Wirtshaus Zum Weißen Ross“, ein stattlicher Mansarddachbau von 1820.

Historisches Weinhaus Templerhof, Bad Breisig:
Treff: Koblenzer Straße 45; von den Mitgliedern des Templer-Ordens errichtet, erste urkundliche Erwähnung 1215, im hinteren Bereich 1245 entstandene Donatuskapelle, früherer Aufbewahrungsort einer Kreuzreliquie, auf den Fensterfassaden Symbol der Templer; Öffnungszeiten: ab 11.30 Uhr (sonst Mo – So 11.30 – 14.30, Di – Do ab 17.30 Uhr); Ansprechpartner: Brigitte Kiblitsky, Tourist-Information, Telefon: 02633/45630, E-Mail: Tourist-Info@bad-breisig.de.

Restaurant Am Kamin, Bad Breisig:
Treff: Zehnerstraße 10; Öffnungszeiten: 11.30 – 14.30 Uhr und 17.30 – 22.30 Uhr (sonst auch geöffnet); Führung: 14 Uhr durch Walter Fabritius, Beginn der Führung am Hotel Rhein-Residenz, Rheinufer; Ansprechpartner: Brigitte Kiblitsky, Tourist-Information, Telefon: 02633/45630, E-Mail: Tourist-Info@bad-breisig.de.

Wirtshaus Zum weißen Ross, Bad Breisig:
Treff: Koblenzer Straße 19; historisches Wirtshaus; Öffnungszeiten: 11 – 22 Uhr (sonst auch geöffnet); Ansprechpartner: Brigitte Kiblitsky, Tourist-Information, Telefon: 02633/45630, E-Mail: Tourist-Info@bad-breisig.de.

Ausgrabungsstätte römische Eisenhüttungsanlage An den Maaren, Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Treff: Ahrweiler Wald; 2. – 4. Jh. n. Chr. genutzt zum Erzabbau, Erzaufbereitung und als Werksiedlung der Eisenhüttenleute, Gräber der Bewohner und Werkstätten wurden 1958-65 teilweise ergraben, nun weitere Grabungsversuche mit neuartigen Techniken; Öffnungszeiten: 10 – 16 Uhr; Führungen zur Öffnungszeit durch Mitglieder des Projektkreises Archäologie, erneuter Eisenschmelzversuch im rekonstr. röm. Brennofen, Erfrischungen nach röm. Originalrezepten und röm. Spiele für Kinder, festes Schuhwerk nötig.

Römisches Bad am Weiherberg, Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Treff: Weinbergsweg, an der Bahn hinter der Kreisverwaltung; das römische Bad am Weiherberg gehörte zu einer ehemaligen Villa rustica des 3./4. Jh. Deren Reste wurden im Zuge des Baus der Ahrtalbahn ab 1879 sowie der historischen Kreisverwaltung ab 1894 entdeckt und dabei ohne nähere Dokumentation abgeräumt. 1912 entdeckte man Badfragmente und Teile des Badehauses, die Prof. Paul Clemen vom Rheinischen Provinzialmuseum erfasste. Mit Baubeginn der Umgehungsstraße B 267, die das Bad heute überquert, wurde ein Schutzraum errichtet, der die Reste des archäologischen Denkmals bewahrt; Öffnungszeiten: 10 – 16 Uhr; Führungen nach Bedarf, Maltisch für Kinder.

Ehemalige Synagoge, Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Treff: Altenbaustraße 12 a; 1894 errichteter Saalbau, Bruchsteinmauerwerk mit Einzelformen im „maurischen Stil“, 1938 geschändet und ausgebrannt, 1945 durch Bombentreffer beschädigt, ab 1955 Lager- und Verkaufsraum, 1984-90 Restaurierung, heute Nutzung für kulturelle Veranstaltungen; Öffnungszeiten: 14 – 17 Uhr; Führungen nach Bedarf durch Annemarie Müller-Feldmann.

Backhaus, Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Treff: Bachem, Königstraße 23; der kleine Bruchsteinbau mit Fachwerkteilen wurde kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahre 1650, errichtet. Im Erdgeschoss ist eine Apsis für den großen, etwa 70 Brote fassenden Backofen ausgespart. Vor dem Südgiebel führt ein steinerner Aufgang mit auf Holzsäulen ruhendem Vordach in den Feierraum, der in den Befreiungskriegen Kosaken als Wachlokal diente. 1828-48 war hier die Dorfschule untergebracht, 1927-78 ein Jugendheim und seit 1978 wird das kleine Backhaus als Winzermuseum genutzt; Öffnungszeiten: 10 – 16 Uhr; Führungen: um 12 Uhr wird ein Streuselkuchen in den Backes eingeschoben, der ab 13 Uhr gegen eine Spende zu erwerben ist; Ansprechpartner: Bürgergemeinschaft Bachem e.V., Telefon: 02641/34856.

Eifel-Destillerie, Grafschaft-Lantershofen:
Treff: Schmittstraße 3; die Familie Schütz ist seit 1621 im Ort nachweisbar. Landwirtschaft und Weinbau waren die wirtschaftliche Grundlage der Familie, die Kornbrennerei wurde im Jahre 1925 eingerichtet. Bis heute wird in der Hofanlage, deren ältester Bestand ins 18. Jh. zurückgeht, aus natürlichen Rohstoffen handwerklich destilliert. Das Hauptgebäude, ein Backsteinbau auf winkelförmigem Grundriss mit eingestelltem polygonalen Turm, zeichnet an einem Flügel ein Laubengang aus Gusseisen mit preußischen Kappen des 19. Jh. aus; Öffnungszeiten: 10.30 – 17.30 Uhr; Führungen: 12 und 16 Uhr; Möglichkeit zur Spirituosen- und Likörprobe; Ansprechpartner: P.J. Schütz, Telefon: 02641/94920.

Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr e.G., Mayschoß:
Treff: Ahrrotweinstraße 42; im nördlichsten Rotweinanbaugebiet Deutschlands mit seinen Steilhängen wurde 1868 der Mayschoßer Winzerverein gegründet, der wenig später zur ersten handelsgerichtlich eingetragenen Winzergenossenschaft der Welt wurde. Schnell stieg die Zahl der Mitglieder, und 1873 wurde der erste Kellergang des Gewölbekellers errichtet. 1888/89 folgten der zweite und größte Kellergang zur Fasslagerung sowie das erste Stockwerk des heutigen Bürogebäudes – ursprünglich ein unverputzter Backsteinbau, der wohl in den 1920er Jahren Staffelgiebel erhielt; Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet); Führungen zur Öffnungszeit, Kellerführungen incl. Probierglas und 1 Glas Wein 2,50 Euro; Ansprechpartner: Winzergenossenschaft Mayschoß, Telefon: 02643/93600.

Ehemalige Propsteikirche, Burgbrohl-Buchholz:
Treff: Am Wingertsberg; die als Ruine überkommene, älteste romanische Gewölbebasilika von Rheinland-Pfalz (1125 begonnen) brannte in der Neujahrsnacht 1951/52 ab; erhalten blieben ein Joch des Mittelschiffs, das Querhaus mit verkürzten Armen und das Chorjoch mit dem Unterbau der Chorflankentürme sowie die barocke Fassade von 1683; Öffnungszeiten: 10 – 16 Uhr; Führungen: nach Bedarf, Diavortrag zur Geschichte der Propstei, Ausstellung von Werken der ortsansässigen Künstlerin Simone Lubberich, Kaffee und Kuchen, 17 Uhr Konzert „Diva Delight“; Ansprechpartner: Verbandsgemeindeverwaltung, Telefon: 02636/9740101, E-Mail: sarah.radermacher@brohltal.de.

St.-Maria-Virgines-Kapelle, Dedenbach:
Kleiner gotisierender Saalbau mit Dachreiter, 1884 nach Plänen von Caspar Clemens Pickel, Düsseldorf, errichtet, Ersterwähnung eines Vorgängerbaus 1509; Öffnungszeiten: 8 – 18 Uhr (sonst auch geöffnet); Führungen: 11, 14 und 17 Uhr. Anlässlich des 500. Jubiläums Fotoausstellung in der Kapelle, im Ort Kirmes; Ansprechpartner: Verbandsgemeindeverwaltung, Telefon: 02636/9740101, E-Mail: sarah.radermacher@brohltal.de.

Zehnthof, Königsfeld:
Treff: Hauptstraße 16; Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss und Krüppelwalmdach, 1336 bei der Stadtrechtsverleihung als „Stadelhof“ genannt; 1816, beim Umbau des Wohnhauses, blieben Teile der Zehntscheune erhalten; Öffnungszeiten: 11 – 17 Uhr; Führungen: nach Bedarf; Ansprechpartner: Verbandsgemeindeverwaltung, Telefon: 02636/9740101, E-Mail: sarah.radermacher@brohltal.de.

Burg Olbrück, Niederdürenbach-Hain:
Treff: Burgstraße; inmitten des Vulkanparks Brohltal/Laacher See gelegen. Um 1050 durch den Grafen von Wied gegründet, 1689 zerstört, 1998-2001 Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten; zinnenbewehrter Bergfried, Mitte 14. Jh., die Mauern des Palas im Keller spätromanisch, darüber 17. Jh., außerhalb des inneren Berings Wohn- und Küchengebäude, Haupttor, unterer Torbau 1875; Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr; Führungen: 11 und 14 Uhr, Infostand zur Geschichte der Burg Olbrück; Ansprechpartner: Verbandsgemeindeverwaltung, Telefon: 02636/9740101, E-Mail: sarah.radermacher@brohltal.de.

Apollinariskeller, Remagen:
Treff: Deichweg 4; große Holztore führen in das über 1000 qm große Kellergewölbe, das Johann August Otto Caracciola 1866-79 anlegen ließ. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Otto Caracciola, der Bruder des legendären Rennfahrers Rudolf Caracciola, den Weinhandel von seinem Großvater, doch im Laufe der Zeit ging das Geschäft nieder, und nach mehrmaligem Besitzerwechsel musste das 1965 eingerichtete Kellerlokal 1971 geschlossen werden. Der heutige Eigentümer möchte den Apollinariskeller einer neuen Nutzung zuführen. Die Räume in den Seitengewölben sind schon weitgehend wiederhergestellt, im sog. Kirchenzimmer fanden die originalen Möbel wieder ihren Platz, die „Sinziger-Kirchenleuchter“ werden restauriert, Tapeten werden nach alten Postkarten erneuert. Zum Apollinariskeller gehören auch die reaktivierte Kegelbahn und die mit über 50 Rhododendren und Azaleen bewachsene Parkanlage mit Rheinblick; Öffnungszeiten: 12 – 17 Uhr; Führungen: nach Bedarf; Ansprechpartner: Dr. Peter Wyborny, E-Mail: peterwyborny@web.de.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.08.2009

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