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Blauzungenkrankheit: Tiere jetzt impfen lassen

12.000 Rinder, 5.000 Schafe und zahlreiche Ziegen im Kreis Ahrweiler – Impfstoff bis Jahresende kostenlos

Die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen sollen ihre Tiere erneut gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen. Das empfiehlt das Veterinäramt der Kreisverwaltung Ahrweiler. Kreisweit gibt es rund 12.000 Rinder, 5.000 Schafe und mehrere Hundert Ziegen.

Der im Veterinäramt vorhandene Impfstoff darf teilweise nur noch in diesem Jahr verwendet werden. Daher wird den Tierhaltern angeboten, die für Anfang 2010 vorgesehene Impfung bereits jetzt vorzunehmen. Der Impfstoff ist dafür kostenlos. Tiere, die bereits Anfang 2009 geimpft wurden, können so beizeiten für die Infektionssaison 2010 geschützt werden. Dieses Angebot einer frühen Nachimpfung besteht nur so lange, bis die Impfstofflager geräumt sind. Die Amtstierärzte des AW-Kreises raten, diese Chance jetzt zu nutzen und rechtzeitig einen Termin mit dem Hoftierarzt zu vereinbaren.

Die Blauzungenkrankheit wird durch eine Stechmücke auf die Wiederkäuer übertragen. Eine Ansteckung unter den Tieren ist nicht möglich. Fleisch und Milch können von Verbrauchern bedenkenlos verzehrt werden. Für Menschen besteht keine Infektionsgefahr.

Sofern die Tierhalter in der Vergangenheit die Impfpflichten und Impfabstände eingehalten haben, wird der Verimpfungszuschuss in Höhe von 1 Euro je Rind und 0,75 Euro je Schaf und Ziege bis Jahresende gewährt. Der Impfstoff steht dem Tierhalter bis dahin kostenlos zur Verfügung.

Ob auch 2010 wieder Impfstoffe zentral über die Länder bestellt werden und ob die Kosten der Impfstoffe von Land und Tierseuchenkasse übernommen werden, steht noch nicht fest. Offen ist auch die Frage, ob sich Land und Tierseuchenkasse wieder mit einem Zuschuss an den Kosten der Impfdurchführung beteiligen werden.

Mit Blick auf die diesjährige Seuchenlage spricht das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium von einem „überragenden Erfolg der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit“. Einzelfälle in anderen Bundesländern zeigten jedoch, dass das Virus noch nicht gänzlich aus der Tierpopulation verschwunden ist. Daher sei der flächendeckende Impfschutz der empfänglichen Tiere auch für 2010 wichtig.

Die meisten Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter in Rheinland-Pfalz seien der Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit 2009 gefolgt. Erfreuliches Fazit: Bislang wurde bei keinem Tier eine Neuerkrankung nachgewiesen. Im Jahr 2007 waren noch mehrere tausend Tiere an der Blauzungenkrankheit erkrankt, 1.300 Rinder und 5.300 Schafe waren daran gestorben. Bereits 2008 zeigte sich wegen der neu eingeführten Impfpflicht in Rheinland-Pfalz ein deutlicher Rückgang an Erkrankungen und Todesfällen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.10.2009

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