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Immer mehr Berufsschüler wollen studieren

Die BBS startet als Berufliches Gymnasium Technik – Aufnahmebedingungen, Fächer und Abschlüsse genannt

Die Berufsbildende Schule des Kreises Ahrweiler (BBS) bietet ab dem Schuljahr 2010/2011 den neuen Bildungsgang „Berufliches Gymnasium“ mit der Fachrichtung Technik an. Der Schwerpunkt liegt auf Umwelttechnik. Die BBS nennt Einzelheiten zu Aufnahmevoraussetzungen, Organisation, Fächern und Abschlüssen.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßt diese Neueinrichtung an der kreiseigenen BBS als „wertvolle Ergänzung unserer Schullandschaft“. Das Berufliche Gymnasium schaffe gute Einstiegsqualifikationen für Beruf und Studium zugleich. Denn immer mehr Schüler strebten nach ihrer dualen Ausbildung – der parallelen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule – ein Studium an.

Für BBS-Schulleiter Hans-Werner Rieck stellt das Berufliche Gymnasium Umwelttechnik „ein attraktives und zukunftsweisendes Angebot für Absolventinnen und Absolventen mit dem qualifizierten Sekundarabschluss I dar.“ Der Abschluss berechtige zum Studium in allen Fächern an allen Universitäten und Fachhochschulen.

Die wesentlichen Unterschiede zum allgemeinbildenden Gymnasium: Erstens: Das berufliche Gymnasium führt als gymnasiale Oberstufe innerhalb von drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife (Jahrgangsstufen 11 bis 13). Zweitens: Das Bildungsangebot umfasst neben den bekannten allgemeinbildenden Fächern spezifische, berufsorientierte Lerninhalte aus dem Bereich Technik/Umwelttechnik. Drittens: Der Unterricht im Kurssystem beginnt erst ab Jahrgangsstufe 12. Viertens: Durch die Berufsbezogenheit besitzt der Bildungsabschluss eine hohe Akzeptanz in Unternehmen.

Wer kann das berufliche Gymnasium besuchen? Voraussetzung für die Aufnahme ist der qualifizierte Sekundarabschluss I („Mittlere Reife“, „FOR“) mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0. Dabei dürfen die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik nicht schlechter als mit „ausreichend“ bewertet sein. Für Schülerinnen und Schüler, die ein Versetzungszeugnis in die Klassenstufe 11 eines allgemeinbildenden Gymnasiums oder einer Integrierten Gesamtschule haben, besteht keine Notenbeschränkung für eine Bewerbung in ein berufliches Gymnasium.

Wie ist das berufliche Gymnasium organisiert? Es handelt sich um einen dreijährigen Bildungsgang mit allgemeinbildenden und berufsbezogenen Fächern. Der Unterricht in der Jahrgangsstufe 11 findet im Klassenverband statt (Einführungsphase). Die Jahrgangsstufen 12 und 13 sind mit den Halbjahren 12/1, 12/2, 13/1 und 13/2 im Kurssystem organisiert (Qualifikationsphase).

In welchen Fächern wird unterrichtet? Der Unterricht umfasst in der Einführungsphase die Pflichtfächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Religion/Ethik, Sport, Gemeinschaftskunde, Informationsverarbeitung, Technik, Chemie, Physik und Biologie. In der Qualifikationsphase wählen die Schüler aus dem Angebot der Schule ihre Grund- und Leistungsfächer. Die Leistungsfächer ermöglichen eine individuelle Schwerpunktbildung, wobei das erste Leistungsfach Umwelttechnik ist.

Welche Möglichkeiten bietet der Abschluss? Ein Abitur an einem beruflichen Gymnasium berechtigt zum Studium in allen Fächern an allen Universitäten und Fachhochschulen. Durch die technische Schwerpunktsetzung werden die Schüler besonders für jedes ingenieurwissenschaftliche Studium befähigt, beispielsweise Umwelttechnik, Medizintechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Werkstofftechnik, Bauingenieurwesen – und für mathematisch-naturwissenschaftlich orientierte Studiengänge.

Die Schüler können aber auch jedes andere Studienfach wählen. Ein berufliches Gymnasium Technik bereitet sie auf ein Studium in Fächern wie Medizin, Pharmakologie, Jura, Betriebswirtschaftslehre oder ein Lehramtsstudium vor.

Die betreffenden BBS-Schüler sind jedoch nicht allein auf ein Studium fixiert. Die hohe Akzeptanz der beruflichen Schwerpunktsetzung eröffnet ihnen attraktive Einstiegsmöglichkeiten in Ausbildungen bei Unternehmen, Behörden, Institutionen oder Verbänden. Typische Beispiele sind ausbildungsintegrierte duale Studiengänge in Technik und Informatik oder die technischen Assistentenberufe wie medizinisch-, mathematisch- oder radiologisch-technische Assistenten.

Noch Fragen? Die BBS hilft gerne: Internet www.bbs-ahrweiler.de, Ruf 02641/9464-0.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.11.2009

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