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Kreis-Schulen verbrauchen weniger Heizenergie und weniger Wasser

Energiebericht: Co2-Ausstoß ebenfalls verringert – Neue Unterrichtsmedien und Bauarbeiten lassen Stromverbrauch steigen

Bessere Wärmedämmungen und neue Techniken für Heizungen und Sanitäranlagen senken den Verbrauch von Öl, Gas und Wasser an den elf kreiseigenen Schulen. Zugleich verringert sich der Ausstoß von Kohlendioxid. Der Stromverbrauch hingegen steigt unter anderem wegen der Masse an elektronischen Unterrichtsmedien. Das geht aus dem Energiebericht 2008 hervor, den der Kreis Ahrweiler für die zwölf Gebäude in seiner Trägerschaft – elf Schulen und die Kreisverwaltung – erstellt hat.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Unser Gebäude-Management funktioniert. Die Energiesparmaßnahmen und die ökologische Optimierung der Heiztechniken greifen. Der Energiebericht legt jetzt Fakten auf den Tisch, an denen wir weiter arbeiten werden.“

Der Verbrauch von Heizenergie an allen Gebäuden sank 2008 gegenüber 2007 von 7.796 Megawattstunden (MWh) auf 6.904 MWh. Dies bedeutet eine Einsparung von 11,4 Prozent. Die Zahlen sind „witterungsbereinigt“, will heißen: Die ungleichen Wetterverhältnisse eines Zeittraums mit unterschiedlichem Heiz- und Lüftungsverhalten sind statistisch auf Mittelwerte „bereinigt“.

Auch der tatsächliche Heizenergieverbrauch, überwiegend von Öl und Gas, reduzierte sich von 7.199 MWh auf 6.837 MWh in 2008, obwohl dieses Jahr sehr kalte und lange Heizperioden mit sich brachte. Den Rückgang des tatsächlichen Heizenergiebedarfs bewertet der Kreis in seinem Energiebericht als Indiz für die Wirksamkeit der Energie-Sanierungen an den Schulen mit neuen Heizungen wie Erdwärme oder Brennwerttechnik sowie Wärmedämmungen an Fassaden, Fenstern und Türen.

Der Wasserverbrauch aller zwölf Häuser sank von 11.509 Kubikmeter (2007) auf 10.671 Kubikmeter, minus 7,3 Prozent. Die Zahl der anwesenden Menschen blieb weitgehend konstant. Folglich machten sich die Erneuerung alter und teilweise undichter Leitungen sowie die Installation wassersparender Toiletten bezahlt.

Der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (Co2) sank um 229 Tonnen oder 7,6 Prozent. Dies sei ebenfalls auf den Einsatz moderner Heiztechniken und stromsparender Geräte zurückzuführen, heißt es im Energiebericht. Beispiel: die Holzhackschnitzelheizung und der Gasspitzenlastkessel am Schulzentrum Bachem, zu dem die Don Bosco- und die Levana-Schule gehören.

Erfreulich: Bei allen drei Faktoren – Heizenergie, Wasser, Co2 – hält der Trend zur Einsparung seit dem Jahr 2004 an, als der Kreis mit der systematischen Erfassung der Energiedaten begann.

Ein erhöhter Verbrauch zeigt sich nur beim Strom. Für alle Häuser stieg der Wert 2008 auf 1.482 Megawattstunden und erreichte damit den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Die Gründe: längere Lichteinschaltzeiten, unter anderem wegen des Ganztagsschulbetriebs, deutlich mehr elektronische Unterrichtsmedien, neue Steuerungsanlagen für Heizungs- und Lüftungssysteme sowie Bauarbeiten an mehreren Häusern.

Die Gesamtkosten für Energie aller kreiseigenen Liegenschaften stiegen ebenfalls. Trotz Verbrauchseinsparungen sowie eines stabilen Strom- und Wasserpreises erhöhten sich die Gesamtkosten 2008 um 15 Prozent. Gründe waren die teils drastisch gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie die lange Kälteperiode. Insgesamt musste der Kreis Ahrweiler 2008 für alle Liegenschaften 698.000 Euro und damit 91.000 Euro mehr für die Energieversorgung aufwenden als 2007 (607.000 Euro, jeweils netto).

Die einzelnen kreiseigenen Gebäude: Berufsbildende Schule, Are-Gymnasium, Peter-Joerres-Gymnasium, Realschule Ahrweiler, Don-Bosco- und Levana-Schule (alle in Bad Neuenahr-Ahrweiler), Rhein-Gymnasium und Janusz-Korczak-Schule in Sinzig, Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau, Burgweg-Schule in Burgbrohl, Nürburgring-Schule in Wimbach und das Kreishaus in der Ahrweiler Wilhelmstraße.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.11.2009

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