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Wirtschaftsförderer belegen deutlichen Aufwärtstrend im AW-Kreis

Existenzgründungen spitze, Konjunkturklima aufgehellt, Arbeitsmarkt robust

Nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 hellt sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder merklich auf. Das gilt in besonderem Maß für den Kreis Ahrweiler. Die Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung belegen diesen Aufwärtstrend anhand mehrerer In-dikatoren.

Der bundesweite Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im November 2009 mit 93,9 auf den höchsten Wert seit August 2008 (Basisjahr 2000 = Index 100). Der Index des Instituts für Wirtschaftsforschung gilt als vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.

Die Existenzgründungen: Mit einer Gründungsintensität von 80 je 10.000 Erwerbstätigen im ersten Halbjahr 2009 nimmt der Kreis Ahrweiler im Bezirk Koblenz der Industrie- und Han-delskammer (IHK) die Spitzenposition ein. Ohnehin liegt der IHK-Kammerbezirk Koblenz mit 70 über dem Landes- (67) und erst recht über dem Bundesdurchschnitt (66). Auch der Grün-dungssaldo (Gewerbeanmeldungen minus Gewerbeabmeldungen) zeigt sich mit 93 im ers-ten Halbjahr erneut positiv.

Das Konjunkturklima: Die Stimmung hellt sich seit der Frühjahrsumfrage der IHK Koblenz nochmals deutlich auf. Mit einem Index von 98 liegt der Kreis Ahrweiler zwar leicht unter dem Kammerdurchschnitt (99), hat sich im Vergleich zum Vorquartal jedoch um 15 Prozent ge-steigert. Der IHK-Konjunkturklimaindex fasst die Lageeinschätzungen und Erwartungen der Unternehmer zu einer handlichen Größe zusammen.

Der Arbeitsmarkt: Hier zeigt sich die Lage robust. Mit 4,3 Prozent im November hält die Ar-beitslosenquote im AW-Kreis das Niveau des Vormonats, obwohl sie im November gegen-über dem Oktober üblicherweise ansteigt. Die AW-Quote bleibt weiterhin unter dem Landes-durchschnitt (5,6 Prozent) und erst recht unter dem Bundesdurchschnitt (7,6 Prozent). Der Wirtschaftsraum Bonn / Rhein-Sieg weist eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent auf.

Die Schulden: Laut Schuldenatlas der Wirtschaftsauskunftsdatei Creditreform liegt der Kreis Ahrweiler bei den privaten Verschuldungen mit einer Quote von 8,29 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (9,09 Prozent). Der Vergleich in der Region: Stadt Bonn 8,89 Prozent, Rhein-Sieg-Kreis 8,39 Prozent. Die Schuldnerquote gibt den Anteil der verschuldeten Perso-nen im Verhältnis zu allen Personen ab 18 Jahren wider.

Der Tourismus: Während die Zahl der Übernachtungen in der ersten Jahreshälfte 2009 Rheinland-Pfalz-weit um 1,6 Prozent auf 11,3 Millionen gegenüber dem gleichen Vorjahres-zeitraum sank, verbuchte der Kreis AW einen leichten Zuwachs von 0,8 Prozent. Aktuelle Erhebungen (bis einschließlich August 2009) sehen die Tourismusregion Ahr mit plus 1,4 Prozent bei den Gästezahlen und plus 0,4 Prozent bei den Übernachtungen landesweit auf dem dritten Rang, nach Mosel-Saar und dem Naheland.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.12.2009

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