BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Maul- und Klauenseuche macht nicht an Kreisgrenzen halt

Übung in der AKNZ: Veterinäre und Katastrophenschützer proben den Ernstfall – Rinder, Schweine und Schafe verenden qualvoll

Was passiert, wenn im Kreis Ahrweiler die Maul- und Klauenseuche ausbricht? Welche Maßnahmen ergreifen Veterinäre und Katastrophenschützer der Kreisverwaltung Ahrweiler mit ihren Kollegen aus der Region? Diese Fragen wurden jetzt bei einer Übung eingehend geprüft, mögliche Szenarien durchgespielt.

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende Erkrankung, die bei allen Klauentieren, beispielsweise Rindern, Schweinen und Schafen, auftreten kann und durch ein Virus übertragen wird. Ein Teil der erkrankten Tiere verendet qualvoll. Bei den Seuchenausbrüchen in Großbritannien und den Niederlanden im Jahr 2000 traten wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe auf. Für den Menschen ist die MKS ungefährlich.

Bei der zweitägigen Übung Anfang März in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler stand zunächst die Theorie auf dem Programm, die vor allem an Computern ablief. Im November 2010 geht es weiter. Dann findet eine Rheinland-Pfalz-weite MKS-Übung statt, bei der es raus geht in einen betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb.

Ein solcher Seuchenausbruch kann sich überregional auswirken und muss effektiv bekämpft werden. Daher haben sich die Stadt Koblenz sowie die Landkreise Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Ahrweiler und der Rhein-Hunsrück-Kreis zu einem Verbund vereint. Bei der März-Übung trat der entsprechende Krisenstab gemeinsam mit dem Mainzer Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie der Landesfeuerwehrschule zusammen. Die AKNZ stellte Räume, Ausstattung und Verpflegung bereit.

Bei den theoretischen Fallbeispielen wurden der Ausbruch in einem landwirtschaftlichen Betrieb simuliert und die notwendigen Maßnahmen erörtert. In solchen Fällen würden unter anderem Sperrbezirke eingerichtet. Für alle in diesem Bezirk liegenden Landwirtschaftsbetriebe würde es heißen: „stand still“ – keine Tiere und kein Tierfutter dürften hinaus- und hineintransportiert werden, Fahrzeuge müssten desinfiziert werden. Fazit der theoretischen März-Übung: Die Einsatzbereitschaft ist gewährleistet. Fortsetzung folgt im November.

FOTO: Stehen bereit: Veterinäre und Katastrophenschützer bei der MKS-Übung in Bad Neuenahr-Ahrweiler.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.03.2010

<< zurück