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Apollinariskirche Remagen wird weiter restauriert

Kreis Ahrweiler überweist 10.000 Euro – Arbeiten an Dekorationsmalerei und in südlicher Seitenkapelle

Der Kreis Ahrweiler unterstützt die Restaurierung der St. Apollinariskirche Remagen auch im Jahr 2010. Im Kircheninneren stehen Dekorations-Malerarbeiten und die Fertigstellung der südlichen Seitenkapelle der Krypta an, für die der Kreis 10.000 Euro bereitstellt. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat die entsprechende Bewilligung an die Stiftung Wallfahrtskirche St. Apollinaris Remagen beim Bischöflichen Generalvikariat in Trier übermittelt.

Pföhler bezeichnete die Wallfahrtskirche als „herausragendes Kulturgut, das weit über die Grenzen des Kreises Ahrweiler hinausstrahlt“. Daher habe der Kreis seit Beginn der umfangreichen Restaurierung im Jahr 1986 mit rund 400.000 Euro geholfen.

Die zwischen 1839 und 1843 gebaute Kirche gilt als ein Hauptwerk der romantischen Neugotik in Deutschland. Auf dem früheren Martinsberg, dem heutigen Apollinarisberg, bestand wohl bereits zu römischer Zeit eine Kultstätte. Die Reliquie des Heiligen Apollinaris kam wohl 1164 durch den damaligen Kölner Erzbischof Reinald von Dassel nach Remagen. Er befand sich auf dem Rückweg nach Köln, wohin er die Gebeine der Heiligen Drei Könige bringen wollte, die er in Mailand erbeutet hatte. Es setzte eine rege Wallfahrt zum Heiligen Apollinaris ein, die bis heute anhält. Seit 2007 ist die „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ auf dem Apollinarisberg beheimatet.

Der Kreis fördert insbesondere die Restaurierungsarbeiten an den Dekorationsmalereien in der Krypta. Bei der seit 1986 laufenden Sanierung wurde das Außenmauerwerk der Kirche restauriert, hinzu kamen 1995 und 1996 das Dach und seit 1997 das Kircheninnere. An den Kosten haben sich der Bund, das Land Rheinland-Pfalz, das Bistum Trier, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Kreis Ahrweiler, die Stadt Remagen und der Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V. beteiligt. Bis zum Weggang der Franziskanermönche Ende 2006 hat auch die Kölnische Franziskanerprovinz in Düsseldorf einen Teil der Kosten übernommen. Seitdem läuft die Renovierung unter der Regie der „Stiftung Wallfahrtskirche St. Apollinaris“.

Foto: Schulterschluss für ein „herausragendes Kulturgut“: Pater Bartholomé von der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ (v.l.), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Otmar Brittner vom Bischöflichen Generalvikariat Trier, Hans-Joachim Bergmann, früherer Ortsvorsteher von Remagen, sowie Bürgermeister Herbert Georgi, hier bei einer Besichtigung der Apollinariskirche im Frühjahr 2009.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.03.2010

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