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Der neue Abfallberater: Lukas Fischer löst Volkmar Hintze ab

Nachhaltige Abfallwirtschaft heißt: „Was wir heute wegwerfen, sind die Rohstoffe von morgen“ – Die UmweltLern-Schule plus kommt

Personalwechsel beim Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB): Der langjährige Abfallberater Volkmar Hintze übergibt den Staffelstab an den Umweltfachmann Lukas Fischer. Hintze tritt in Kürze nach fast 20 Jahren Tätigkeit für den AWB in den Vorruhestand. Mit Fischer wird die Abfallberatung durch einen diplomierten Umweltspezialisten neu besetzt.

Was macht ein Abfallberater? Der Job lässt sich etwa so beschreiben: ein Lotse, der hilft, die rund 130.000 Bürger und 5.000 Gewerbebetriebe im AW-Kreis durch den Dschungel der modernen Abfallwirtschaft zu leiten. Vermeidung, Trennung und Wiederverwertung von Abfall und Wertstoffen sind die zentralen Begriffe. Die Zeiten, als der Müll komplett in der Restmülltonne landete, sind mehr als 20 Jahre vorbei. Abfalltrennung ist sehr differenziert, aber sie lohnt sich: Die Restmüllmengen sind deutlich gesunken, die Verwertungsanteile erheblich gestiegen.

„Wie kann ich Baustyropor entsorgen?“ „Wohin soll ich meinen alten Elektroherd bringen?“. Solche Anrufe laufen täglich bei einem Abfallberater auf. Lukas Fischer weiß die Antworten. Er ist seit September 2009 beim AWB aktiv, hat sich in seinen komplexen Aufgabenbereich eingearbeitet und dabei von der großen Erfahrung seines Vorgängers Hintze profitiert.

Der Generationswechsel kommt zur rechten Zeit. Neue Aufgaben warten auf den Abfallexperten. Denn die Abfallwirtschaft befindet sich erneut im Wandel, sie entwickelt sich zur Rohstoffwirtschaft. „Was wir heute wegwerfen, sind die Rohstoffe von morgen“, formuliert Fischer den Leitgedanken nachhaltiger Abfallwirtschaft.

Modernes Stoffstrom-Management, klimaneutrale Energiegewinnung aus Reststoffen sowie neue Entsorgungskonzepte bestimmen die aktuelle Abfallberatung. „Das schont am Ende auch den Geldbeutel des Bürgers“, sagt Fischer. Denn die verwerteten Wertstoffe kommen dem Gebührenhaushalt zugute. Und jedes gesparte Kilo Restabfall muss nicht teuer entsorgt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Abfallberatung liegt laut Fischer künftig in der Umweltbildung: „Es ist langfristig wirtschaftlicher, eine nachhaltige Lebensweise zu fördern. Denn für die Generation unserer Kinder und Enkel wird der Umgang mit immer knapperen Rohstoff- und Energiequellen an Bedeutung zunehmen.“

In diesem Sinne stellt der Kreis Ahrweiler derzeit eine wichtige Weiche: Das Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen wird zum „Abfall-Wertstoff-Zentrum“ erweitert. Zugleich entsteht an diesem Standort ein modernes Lern-Zentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die „UmweltLern-Schule plus“.

Mit der „UmweltLern-Schule plus“ etabliert der AW-Kreis ein bundesweit neues Konzept der praktischen Umweltbildung. Die Besonderheit liegt in der Zusammenstellung der Themen Abfall-, Energie- und Forstwirtschaft unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Dies öffnet den Blick über den Tellerrand und beweist, dass ökologische und ökonomische Interessen keine Gegensätze sein müssen. „Abfall-, Energie- und Forstwirtschaft haben mehr Berührungspunkte, als man denken mag. Das wollen wir Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen näherbringen“, freut sich Fischer auf seine Aufgabe beim AWB. Ein Tipp: Im Internet gibt es demnächst Infos zur Umweltlernschule: www.uls-plus.de. „Ab Ostern lohnt es sich, diese Seiten anzuklicken“, kündigt Fischer an.

FOTO: Volkmar Hintze (links) geht, Lukas Fischer übernimmt die Aufgabe des Abfallberaters im Kreis Ahrweiler.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.03.2010

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