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Beim Kinderschutz ist der Draht zu den Eltern das A und O

Jugendamt richtete Fortbildungen für Erzieherinnen aus – „Gesprächsführung in schwierigen Situationen“ – Genogramm beleuchtet Familien

Beim Kinderschutz übernehmen Kindertagesstätten eine wichtige Funktion. Erzieherinnen sehen und beobachten die von ihnen betreuten Kinder täglich und sind in der Lage, Verhaltensauffälligkeiten zu bemerken. In solchen Fällen führen die ausgebildeten Fachkräfte Gespräche mit den Eltern – Gespräche, die nicht immer einfach verlaufen. Zwei Fortbildungen, die das Kreis-Jugendamt Ahrweiler ausgerichtet hat, sollen die Erzieherinnen fit machen für solche Situationen.

45 Erzieherinnen aus dem AW-Kreis folgten der Einladung zur Doppelveranstaltung mit dem Thema „Gesprächsführung in schwierigen Situationen“. Innerhalb des Jugendamtes setzten drei Arbeitseinheiten die Hebel an: die Kindertagesstätten-Fachberatung, die Servicestelle „Frühe – Frohe Kindheit“ und der Allgemeine Soziale Dienst.

Die Kindertagesstätten selbst hätten Bedarf an einer solchen Fortbildung bekundet, sagte Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers. Der gesetzliche Auftrag zum Kinderschutz führe in den Tagesstätten vermehrt zu Gesprächen mit komplexen Inhalten. Mit dem Diplom-Sozialpädagogen und Familientherapeuten Rudi Damrau, der unter anderem für das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz tätig sei, habe man einen versierten Referenten gefunden.

Damraus wesentliche Botschaft lautete: Für eine produktive Gesprächsführung mit Eltern sei es wichtig, die Situation der Familie zu kennen. Dazu stellte er den Teilnehmerinnen das Verfahren der Genogrammarbeit vor. Ein Genogramm beleuchtet die Beziehungen zwischen einzelnen Familienmitgliedern in einer Art Stammbaum. Es wird in der systemischen Familientherapie angewendet. Mit diesem Verfahren werden Verhaltensmuster und psychologische Faktoren analysiert. Anschließend gingen die Teilnehmerinnen in Details, tauschten ihre Vorerfahrungen aus und erprobten ein Fallbeispiel. Fazit: Gute Gespräche seien die Grundlage für gelingende Elternarbeit und mögliche Hilfestellungen.

FOTO: Erzieherinnen müssen hinschauen und zuhören können. 45 Frauen nahmen an der Fortbildung des Jugendamts teil.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 01.04.2010

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