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Doppel-Ausstellung zur Römervilla in Ahrweiler und Bad Neuenahr

Kreisverwaltung dokumentiert Bau des Museums, Stadtverwaltung zeigt historische Ausgrabungsstücke – Archäologischer Sensationsfund

30 Jahre, zwei Träger, zwei Ausstellungen, ein Jubiläum: Die Römervilla am Silberberg in Ahrweiler wurde vor drei Jahrzehnten freigelegt. Jetzt würdigen die beiden Träger des Zweckverbands Römervilla, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Kreis Ahrweiler, dieses Jubiläum mit einer Doppelausstellung: Die Kreisverwaltung (Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30) dokumentiert den Bau des Museums – die Stadtverwaltung (Rathaus in Bad Neuenahr, Hauptstraße 116) geht auf die historischen Funde ein.

Den Startschuss gaben jetzt die politischen Spitzen von Kreis und Stadt gemeinsam mit den Organisatoren. Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe, Museumsleiter Dr. Hubertus Ritzdorf und Kreis-Kulturreferentin Marita Cwik-Rosenbach eröffneten die Foto-Präsentation im Kreishaus. Mit dabei: Fotograf Werner Mertens, dessen Verdienste Pföhler besonders hervorhob: „Viele seiner Bilder, die wir hier zeigen, stammen aus der Anfangszeit der Römervilla. Mit diesen Fotos wurde damals auch in Mainz für das Museum geworben – erfolgreich, wie sich zeigen sollte.“

Die Entdeckung und spätere Freilegung der römischen Villa bei Straßenbauarbeiten vor 30 Jahren galt als archäologischer Sensationsfund. Er stellte Stadt, Kreis, Land und Bund vor große Herausforderungen. Der Straßenbau musste unterbrochen und umgeplant werden. Vor allem galt es, den Fund zu sichern, Finanzierungswege und eine Museumsträgerschaft zu bilden. Daher schlossen sich Stadt und Kreis im August 1990 zum Zweckverband „Römische Villa am Silberberg in Ahrweiler“ zusammen.

Der Landrat: „Insgesamt hat der Zweckverband seit seiner Gründung über eine Million Euro in die Römervilla investiert. Die jährlichen Zuschüsse belaufen sich derzeit auf rund 120.000 Euro jährlich, die je zur Hälfte aus der Stadt- und der Kreiskasse bestritten werden.“ Für Tappe ist die Römervilla auch hinsichtlich ihrer überregionalen Bedeutung „ein kultureller Leuchtturm“. Der Bürgermeister: „Die bestens erhaltene Anlage ihrer Art hat sich heute zu einem weithin beachteten Museum entwickelt.“

Die gemeinsame Fotoausstellung an zwei Orten setzt verschiedene Schwerpunkte. Der Akzent im Rathaus liegt auf dem archäologischen Fund. Das Augenmerk im Kreishaus richtet sich auf die Entstehung des Museumsbaus. Ergänzt werden beide Ausstellungsteile durch römische Exponate, die in Vitrinen zu besichtigen sind. Beide Präsentationen sind bis Ende Juli zu sehen. Die Ausstellung im Rathaus der Stadt wird am Montag, 19. April, eröffnet.

FOTOS: Die Ausstellung im Kreishaus eröffneten Werner Mertens (v.l.), Dr. Hans-Ulrich Tappe, Römervilla-„Hausherrin“ Valeria, Dr. Hubertus Ritzdorf, Marita Cwik-Rosenbach und Dr. Jürgen Pföhler.

So war das damals: Werner Mertens (rechts), der die Ausgrabungen fotografisch dokumentiert hat, mit Dr. Hans-Ulrich Tappe (v.l.), Dr. Jürgen Pföhler, Marita Cwik-Rosenbach, Dr. Hubertus Ritzdorf und „Römervilla-Hausherrin“ Valeria.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.04.2010

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