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Neues Gebäude des Are-Gymnasiums erhält Passivhaus-Zertifikat

Institut lobt „rundum ausgezeichneten Wärmeschutz“ – Einweihung im Juni – Zehn Millionen Euro für neue Klassenräume, Mensa und Lehrerräume

Ausgezeichneter Wärmeschutz, sehr niedriger Heizbedarf, hohe Luftqualität: Das neue Erweiterungsgebäude am Are-Gymnasium in Bad Neuenahr wird als „Qualitätsgeprüftes Passivhaus“ ausgezeichnet. Das renommierte Passivhaus Institut Feist in Darmstadt hat das Zertifikat jetzt an die Kreisverwaltung Ahrweiler übermittelt – der Kreis ist Träger der Schule. Der neue Gebäudetrakt wird im Juni eingeweiht.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler bezeichnete das Are-Gymnasium als „ökologisches Vorzeigeprojekt“. Der Neubau sei das erste Schulgebäude dieser Größenordnung in Rheinland-Pfalz im Passivhausstandard. Zusätzlich sei das Dach des neuen Hauses, wie bei allen kreiseigenen Schulen und der Kreisverwaltung, mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Pföhler: „Bei unseren Planungen genießen Umwelt- und Klimaschutz hohe Priorität. Beide rechnen sich“.

Als erstes Gymnasium im Kreis wurde das Are „G8GTS“, also Ganztagsschule mit verkürzter Schulzeit von acht Jahren Gymnasium. Zu diesem Zweck baut der Kreis Ahrweiler für zehn Millionen Euro neue Klassenräume, Lehrerarbeitsräume und eine große Mensa.

Das Gebäude verfüge über einen „rundum ausgezeichneten Wärmeschutz und bauphysikalisch hochwertige Anschlussdetails“, schreibt das Passivhaus-Institut in seinem Zertifikat. Der Heizwärmebedarf sei begrenzt auf 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr. Zum Vergleich: Ein Schulgebäude in üblicher Bauweise benötigt den fünffachen Heizwärmebedarf, nämlich 75 kWh.

Weiterhin schreibt das Passivhaus-Institut: Das neue Are-Gebäude habe eine kontrollierte Wohnungsbelüftung mit hochwertigen Filtern, hocheffizienter Wärmerückgewinnung und niedrigem Stromverbrauch. Dies erziele eine hohe Innenluftqualität und einen niedrigen Energieverbrauch.

Passivhäuser bieten nach Angaben des Feist-Instituts eine sehr gute Behaglichkeit im Sommer und Winter. Sie ließen sich mit geringem Aufwand heizen. Die Gebäudehülle sei auf der Innenseite gleichmäßig warm. Die Temperaturen der inneren Oberflächen unterschieden sich kaum von der Raumlufttemperatur. Durch die hohe Dichtigkeit seien Zugerscheinungen bei normaler Nutzung ausgeschlossen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.04.2010

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