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Kanalbündelung soll schnelles Internet bringen – auch ohne DSL

Wirtschaftsförderer informieren Firmen über Brückentechnologie

Die flächendeckende Versorgung des Kreises Ahrweiler mit Breitband, das leistungsstarke digitale Internetverbindungen schaffen soll, kommt Schritt für Schritt voran. Die Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung haben mit den Breitbandbeauftragten der Städte und Verbandsgemeinden jetzt folgende technische Möglichkeit besprochen: Der Routerhersteller Viprinet GmbH hat nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, mit dem Firmen auch in entlegenen Regionen ohne Zugang zu den Breitbandnetzen eine stabile und schnelle Internetanbindung erreichen können.

Mit dem Multichannel VPN-Router des Bingener Unternehmens könnten bis zu sechs beliebige Internetzugänge unterschiedlicher Anbieter zu einer einzigen Verbindung gebündelt werden. Alle vor Ort verfügbaren Zugangsmedien seien nutzbar: DSL-light, UMTS, ISDN oder Richtfunkstrecken. Das vor allem bei UMTS-Zugängen hohe Ausfallrisiko werde auf mehrere Leitungen verteilt und damit minimiert. Leitungsschwankungen ließen sich ebenfalls ausgleichen, erklärte Viprinet-Mitarbeiter Martin Santner gegenüber den Breitbandbeauftragten.

Für Unternehmen in DSL-freien Regionen stelle die Viprinet-Lösung eine sinnvolle Brückentechnologie dar, betonten Kreiswirtschaftsförderer Guido Nisius und sein Kollege Tino Hackenbruch. Durch optimale Ausnutzung der vor Ort vorhandenen Zugangsressourcen könnten konkurrenzfähige Internetanbindungen eingerichtet werden – ohne langes Warten auf den Ausbauwillen der Telekommunikationsanbieter. Für Privatpersonen sei die Lösung ebenfalls realisierbar, jedoch aufgrund hoher Nutzungskosten wahrscheinlich unwirtschaftlich, so die Wirtschaftsförderer.

Die Breitbandversorgung stellt sich im Kreisgebiet nach wie vor unterschiedlich dar. Es gibt sehr gute ausgestattete Gebiete einerseits – und weiße Flecken, vor allem in ländlichen Gebieten, andererseits. Die von Landrat Dr. Jürgen Pföhler ins Leben gerufene Initiative „DSL für alle“ läuft daher weiter. Bei dieser Initiative nimmt der Kreis eine koordinierende Funktion ein, die Umsetzung bleibt Aufgabe in den Kommunen. DSL steht für „Digital Subscriber Line“ und ermöglicht breitbandige digitale Internetverbindung über das Telefonnetz.

FOTO: Bis zu sechs beliebige Internetzugänge münden in einer Verbindung: Martin Santner (Mitte) stellte die Technik Wirtschaftsförderern und Breitbandbeauftragten im AW-Kreis vor.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.04.2010

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