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Volkskundler fragen nach Mai-Andacht und Mai-Altar

Wer besitzt Berichte und Fotos von kirchlichen oder privaten Mai-Altärchen und Mai-Andachten von früher und heute? Volkskundler des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) machen sich auf die Suche nach einem fast vergessenen Brauch im Kreis Ahrweiler und der näheren Umgebung.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler leitet den entsprechenden Appell der Wissenschaftler an die AW-Bürger weiter. Die Forschungsergebnisse werden im Rheinischen Volkskundearchiv dokumentiert und im Heimatjahrbuch des AW-Kreises veröffentlicht. Der LVR ist ein Kommunalverband für 9,6 Millionen Menschen im südlichen Nordrhein-Westfalen.

Die Ursprünge für die Maibräuche, mit denen die Katholiken die Gottesmutter Maria in diesem Monat besonders verehren, gehen zurück ins Mittelalter. Intensiver ausgeformt wurde die Verbindung im 17. Jahrhundert. Die erste Maiandacht fand 1784 im italienischen Ferrara statt. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich die Andachtsform weltweit in der katholischen Kirche. In Deutschland fand die erste Maiandacht 1841 in München statt, die rheinischen Diözesen folgten innerhalb weniger Jahre, um 1855 das Bistum Trier.

Den Mittelpunkt der kirchlichen Maiandachten bildet der mit Blumen und frischem Grün geschmückte „Maialtar“. Bis mindestens Ende der 1950er Jahre war es in vielen Familien üblich, zu Hause ein „Maialtärchen" aufzubauen und eine private Maiandacht zu feiern. Gerade diesen privaten Andachtsformen gilt das besondere Interesse der LVR-Volkskundler.

Info: LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Endenicher Straße 133, 53115 Bonn, Dr. Alois Döring, Ruf 0228.9834265, Fax 0221.8284-3178, Mail alois.doering@lvr.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.04.2010

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