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Betriebe und Banken äußern sich deutlich optimistischer als vor einem Jahr

Wirtschaftsrunde mit Landrat: Treffen zeigt Aufwärtstrend – Firmen mit Krediten versorgt – Auslandsgeschäfte und Billigwaren bereiten Sorgen

Wie sieht das aktuelle Stimmungsbild bei Unternehmen im Kreis Ahrweiler aus? Wie haben die Firmen das Krisenjahr 2009 und den strengen Winter verkraftet? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des jüngsten Treffens, zu dem Landrat Dr. Jürgen Pföhler Unternehmer verschiedener Branchen, Bankexperten sowie die Industrie- und Handelskammer und die Kreishandwerkerschaft eingeladen hatte.

Das Motto, das für die Gesprächsrunde in den Räumen der Kreissparkasse Ahrweiler ausgegeben war – „Nach der Krise – Wie geht es weiter im Kreis Ahrweiler?“ – spiegelte im Kern das anschließende Fazit der Veranstaltung wider: Es geht weiter, und zwar aufwärts. Dieser Trend lässt sich an drei Punkten festmachen.

Erstens: Die derzeitige Lage wird einmütig positiver eingeschätzt als vor einem Jahr. Zweitens: Die Kurzarbeit – ein Instrument, um Entlassungen zu vermeiden – hat sich als große Hilfe erwiesen. Drittens: Auch wenn der harte Winter insbesondere dem Handwerk große Probleme beschert hat, ist man auch dort inzwischen wieder deutlich optimistischer.

Mehrere Fakten belegen diesen Gesamteindruck. Nach einer Konjunktur-Frühjahrsumfrage der IHK Koblenz steigt die Stimmung der Wirtschaft an. Der AW-Kreis liegt dabei über dem Durchschnitt. Aktuell bewerten rund 30 Prozent aller Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Koblenz ihre Geschäftslage als gut, während der Anteil der negativen Lagebeurteilungen rückläufig ist.

Ein traditionelles Bild zeigt sich bei der jüngsten Arbeitslosenquote. Im Mai rangierte der Kreis Ahrweiler mit 4,0 Prozent wie gewohnt unter dem Landesdurchschnitt von Rheinland-Pfalz (5,7 Prozent) und unter dem Bundesdurchschnitt (7,7 Prozent).

Bei den heimischen Banken sei die Krise „dank der wertkonservativen Geschäftspolitik nicht angekommen“, wie der Direktor der Kreissparkasse Ahrweiler, Dieter Zimmermann, erklärte. Es habe keine Kreditklemme gegeben. Somit sei die heimische Wirtschaft hinreichend mit Liquiditäten und Krediten versorgt worden.

Verstärkte Sorgen bereiten die internationalen Rahmenbedingungen und Verflechtungen. So haben einige Unternehmen empfindliche Einbrüche bei ihren Auslandsgeschäften hinnehmen müssen. Kritisiert wurde außerdem ein Werteverfall bei den Konsumgütern, wonach zunehmend Billigwaren gekauft werden. Auch die schwindende Kaufkraft der Bevölkerung führt bei den Firmen zu Unbehagen.

Die rheinland-pfälzischen Kommunen haben im Krisenjahr 2009 empfindliche Einbußen bei den Steuereinnahmen verkraften müssen. Für den Kreis Ahrweiler waren dies 11,6 Prozent weniger als 2008 (Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Kreise 12,6 Prozent weniger).

Foto: Treffen am Tisch: Firmenchefs und weitere Wirtschaftsvertreter erörterten die aktuelle Stimmungslage im AW-Kreis gemeinsam mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.06.2010

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