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Aktion „Ich geh´ zur U! Und Du?“ sprach bis zu 2.000 Kinder an

Kindertagesstätten als Bindeglied – Gesundheitliche Beeinträchtigungen frühzeitig erkennen

Die Aktion zur Kindergesundheit „Ich geh´ zur U! Und Du?“ tritt im Kreis Ahrweiler den Schlussspurt an. Nachdem die Aufklärungskampagne im Vorjahr 30 Kindertagesstätten auf den Plan rief, machten bei der Neuauflage im Jahr 2010 fünf Einrichtungen mit. Insgesamt wurden in den beiden Jahren bis zu 2.000 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern angesprochen.

Die Aktion, die am 31. Juli endet, ist in das Gesamtkonzept des Kreis-Jugendamts zum Thema Kinderschutz eingebettet. Im Slogan „Ich geh´ zur U! Und Du?“ steckt eine Aussage und eine als Frage gestellte Aufforderung. Die Eltern sollen davon überzeugt werden, dass sie die Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt freiwillig in Anspruch nehmen. Zentrales Bindeglied zwischen dem Kreis und den Eltern sind die Kindertagesstätten. Diese sollen die Eltern ansprechen: bei ihren täglichen Kontakten, durch Elternbriefe oder Info-Abende. Dafür steht den teilnehmenden Kitas hinreichend Info-Material für Eltern zur Verfügung.

Wie lautet die bisherige Resonanz in den Tagesstätten? Eine kleine Umfrage des Jugendamtes ergibt folgendes Bild: Die Aktion lief gut und kam besonders bei der wichtigsten Zielgruppe an, den Eltern. Auch aus Elternausschüssen kam ein positives Echo. Und die Kinder? Sie sprachen ausgiebig über das Thema und motivierten sich gegenseitig – frei nach dem Motto: „Ich war schon zur Untersuchung beim Kinderarzt. Und Du?“ Was die Kleinen besonders von der Kampagne überzeugte: Sie wollten das entsprechende Aktions-T-Shirt haben.

Andere Tagesstätten, die sich nicht so stark auf die Kampagne konzentrieren konnten, betteten sie zumindest in andere Aktionen ein. Kindergärten, die zweimal mitmachten, lobten den Neueffekt beim ersten Durchgang, der bei der Wiederholung allerdings etwas verblasst sei.

Die nach Altersstufen gestaffelten insgesamt zehn U-Untersuchungen dienen unter anderem dazu, Entwicklungsstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern frühzeitig zu diagnostizieren. Bleiben beispielsweise Hör- und Sehstörungen unerkannt und somit unbehandelt, erschwert dies die Teilnahme der Kinder am gesellschaftlichen Leben und speziell am Schulunterricht. Die Teilnahme an den U-Untersuchungen sinkt nach Angaben der federführenden Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit zunehmendem Alter der Kinder, nämlich ab dem zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter. Das müsse sich ändern, fordern Fachleute. - Internet: www.ich-geh-zur-u.de.

Foto: Die T-Shirts sind der Renner, wie diese Fotomontage des Katholischen Kindergartens Kempenich beweist.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.06.2010

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