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Google Street View: Widerspruchs-Aktion mit breitem Echo

Die Aktion des Kreises Ahrweiler, bei der die Bürger ihre Widersprüche gegen „Google Street View“ einreichen können, stößt auf ein breites Echo. In der Kreisverwaltung wurden bislang rund 500 Vordrucke für die Einzelwidersprüche genutzt.

Darüber hinaus verzeichnet die Internet-Seite www.kreis-ahrweiler.de mit dem entsprechenden Hinweis zahlreiche Aufrufe. Da der Vordruck auch dort eingestellt ist, geht die Kreisverwaltung davon aus, dass sich bei der Aktion bisher mehr als 1.000 Bürger an Google gewandt haben.

Das Vorhaben des internationalen Medienunternehmens Google, Straßen, Häuser und Gärten zu fotografieren, um diese Bilder im Internet weltweit verfügbar zu machen, stößt bundesweit auf Kritik. Mit seiner Aktion will der Kreis den Bürgern die Möglichkeit erleichtern, bei Google Widerspruch gegen das Speichern und Veröffentlichen ihrer Gebäude, Grundstücke und Fahrzeuge einzulegen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, unterstützt die Aktion. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat die bisher beim Kreis abgegebenen Widersprüche an die Staatssekretärin geschickt. Klöckner leitet die gebündelten Widersprüche an Google weiter.

Am Infostand in der Kreisverwaltung liegen die Vordrucke weiterhin aus, damit auch Bürger ohne Internet sich an Google wenden können. Die ausgefüllten Vordrucke können entweder an der Foyerzentrale abgegeben oder von jedem selbst per Briefpost an Google gesendet werden.

Bei Street View fahren Autos mit Kameras, die in drei Metern Höhe montiert sind, flächendeckend Straßenzüge ab, um detaillierte Bilder zu erstellen. Der Landrat: „Damit ist nach meiner Meinung der Schutz von Privatheit und Persönlichkeit infrage gestellt.“ Diese skeptische Haltung richte sich nicht gegen die Google-Dienste insgesamt. „Es gibt jedoch Grenzen, wo der Schutz der Privatsphäre Priorität genießen muss“, so der Landrat.

Die Formulierung von Musterwidersprüchen stehen im Internet außerdem beim Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz (www.datenschutz.rlp.de, „Aktuelles“) und beim Bundesministerium für Verbraucherschutz (www.bmelv.de).

Foto:
Widerspruch gegen Google Street View ist möglich. Foto: Google Street View; Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.07.2010

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