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Bagger schafft freie Bahn für Lachs und Forelle

Gewässerpflege Ahr: Bauarbeiten in Bad Neuenahr laufen während der Sommerferien

Die Renaturierung der Ahr nimmt ihre nächste Etappe. Zwischen der Maria-Hilf-Brücke am Kurpark und der St. Pius-Brücke in Bad Neuenahr werden Sohlabstürze, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, in naturnahe Bauweise umgestaltet.

Das Ziel: Die Ahr soll frei fließen, damit alle Wanderfische wieder ungehindert zu ihren Laichplätzen im Oberlauf und in den Nebengewässern gelangen können. Die dort ständig lebenden Fische – beispielsweise Lachs, Bachneunauge, Forelle, Äsche oder Groppe – und Kleintiere – etwa Krebse, Insektenlarven und Kleine Flussmuschel – gelten als wichtig für die ökologische Artenvielfalt und profitieren von der neuen Durchgängigkeit der Ahr. Anstelle der alten und teilweise unüberwindbaren Sohlabstürze entstehen naturnahe, durchlässige Blocksteinrampen mit flachem Gefälle. Basaltblöcke, die derzeit 1,50 Meter tief in den Boden der Ahr eingegraben werden, sollen die Gewässersohle stabilisieren.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts dehnten sich die Siedlungen an der Ahr aus und führten zur Einengung des Flussbetts. Das Gewässer wurde im Unterlauf begradigt und in einem Trapezprofil ausgebaut. Dieses Profil mit seitlichen Böschungen dient bis heute dem Hochwasserschutz und bleibt weiterhin bestehen. Mit dem Ausbau und der Begradigung wurden damals kleine, treppenartige Abstürze in regelmäßigen Abständen errichtet, die verhindern sollen, dass sich der Fluss an seiner Sohle eintieft.

Die Ahr-Renaturierung stellt eines der zentralen Projekte der Gewässerpflege im Kreis Ahrweiler dar. Bei diesem seit mehreren Jahren laufenden Großprojekt, das sich über den gesamten Flussverlauf erstreckt, wurden mittlerweile 46 Wehre, größere Betonschwellen und andere Querbauwerke umgestaltet.

Die Regionalstelle Wasserwirtschaft der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz führt die Maßnahme gemeinsam mit der Kreisverwaltung Ahrweiler durch. Die Arbeiten in Bad Neuenahr laufen während der Sommerferien.

Foto: Bagger graben die Basaltblöcke 1,50 Meter tief in den Boden der Ahr ein. Die alten Sohlschwellen (links am Bildrand) behindern die Wanderung der Fische und werden naturnah umgebaut.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.07.2010

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