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Waffenbesitzer müssen mit Kontrollen zuhause rechnen

Nachweise zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition vorlegen – Kreisweit 4.000 Waffenbesitzer, vor allem Jäger und Sportschützen

Bei der Aufbewahrung von Waffen und Munition gelten verschärfte gesetzliche Vorschriften. Die Kreisverwaltung Ahrweiler als Waffenbehörde fordert alle Waffenbesitzer auf, die ordnungsgemäße Aufbewahrung zu prüfen und, falls noch nicht geschehen, den entsprechenden Nachweis beim Kreis einzureichen.

Im Kreis Ahrweiler gibt es rund 4.000 Waffenbesitzer. Das sind in erster Linie Jäger und Sportschützen, aber auch Altbesitzer und Erben. Diese müssen zuhause mit verdachtsunabhängigen Kontrollen rechnen. Hintergrund: Nach dem tragischen Amoklauf von Winnenden hat der Gesetzgeber 2009 eine erneute Änderung des Waffenrechts beschlossen.

Neu geschaffen wurde die Möglichkeit der Waffenbehörde, ohne Verdacht zu kontrollieren. Das gilt besonders für Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen, die die sichere Aufbewahrung noch nicht nachgewiesen haben. Dieser Nachweis ist beispielsweise möglich durch Vorlage einer Rechnung oder eines Lieferscheines über die Anschaffung eines Waffenschranks. Sollte dies nicht möglich sein, kann ein Foto des Waffenschranks und des dazugehörigen Typenschildes vorgelegt werden.

Für die sichere Aufbewahrung gelten je nach Art und Anzahl der Waffen bestimmte Mindestanforderungen. Vereinfacht lässt sich sagen: Erlaubnispflichtige Schusswaffen sind in einem Waffenschrank der Norm DIN/EN 1143-1, Widerstandsgrad 0, oder einem gleichwertigen Behältnis aufzubewahren. Zulässig ist beispielsweise auch, Langwaffen in einem Waffenschrank der Sicherheitsstufe A und Kurzwaffen in einem Waffenschrank der Sicherheitsstufe B (nach VDMA 24992) aufzubewahren.

Erlaubnispflichtige Munition muss getrennt von den Waffen in einem Stahlblechschrank mit Schwenkriegelschloss oder einem gleichwertigen Behälter verschlossen werden. Das gemeinsame Aufbewahren von Waffen und Munition ist nur bei höherwertigen Sicherheitsschränken möglich oder wenn der Waffenschrank über spezielle abschließbare Innenfächer verfügt. Eine genaue Übersicht zu den Aufbewahrungsmöglichkeiten ist bei der Kreisverwaltung erhältlich.

Sichere Aufbewahrung bedeutet nicht nur, dass die gesetzlichen Vorschriften zu den Behältnissen eingehalten werden. Es muss auch geklärt sein, dass außer dem Berechtigten niemand Zugang zum Waffenschrank hat. So darf der Schlüssel weder allgemein zugänglich sein, etwa am Schlüsselbrett, noch darf die Zahlenkombination anderen Personen mitgeteilt oder bekannt werden. Dies gilt vor allem für Ehepartner, Kinder sowie weitere im Haushalt lebende nichtberechtigte Personen.

Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler geben gerne Auskunft: Ruf 02641.975-588 und 975.229, E-Mail harald.muench@kreis-ahrweiler.de, eduard.ruhs@kreis-ahrweiler.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.08.2010

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