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„Das war wie eine zweite Schulzeit“

Schulelternbeirat: Hans-Werner Adams war 18 Jahre als Elternvertreter aktiv

Hans-Werner Adams ist nach zwölf Jahren als Vertreter des Kreises Ahrweiler im Regionalelternbeirat Koblenz ausgeschieden. Insgesamt war der Vater dreier Söhne 18 Jahre als Elternvertreter an Schulen aktiv, unter anderem am Rhein-Gymnasium Sinzig, dessen Träger der Kreis ist. Landrat Dr. Jürgen Pföhler und das langjährige Beiratsmitglied aus Sinzig-Franken trafen sich jetzt zum Meinungsaustausch.

„Die Bildung der Kinder kann ohne die Unterstützung ihrer Eltern nur schwer gelingen“, sagt der 53-Jährige, der außerdem neun Jahre Klassenelternsprecher und drei Jahre Schulelternsprecher an der Grundschule Sinzig war. Pädagogen, Eltern und Schüler müssten miteinander arbeiten, „gemeinsam Schule gestalten“. Adams: „Diese vertrauensvolle Partnerschaft lässt sich nicht durch Schulgesetze verordnen.“

Für Landrat Pföhler zählt die Elternarbeit zu einem wichtigen Baustein im Gefüge von Schulen, Schulträgern, Schülern und Eltern: „Wenn wichtige Entscheidungen an unseren Schulen anstehen, hören wir die Meinung der Elternvertreter.“ Vor allem beim großen Schulbauprogramm mit der Modernisierung aller elf Schulen in Kreisträgerschaft habe es intensive Gespräche mit den Elternvertretern gegeben, so Pföhler.

Adams bestätigt dies. Schule funktioniere nur so gut, wie sich alle Beteiligten engagierten. Dabei gehe Schulelternarbeit über die Organisation von Schulfesten und anderen Veranstaltungen hinaus. Es böten sich die Möglichkeiten, Bewährtes zu pflegen, gute Ansätze weiterzuführen und Verbesserungen vorzuschlagen.

Am Rhein-Gymnasium hat Adams unter anderem am Qualitätsprogramm der Schule mitgewirkt. Einiges bewegt hat er zugleich an der Grundschule Sinzig, bei deren Namensgebung zur Regenbogenschule er ebenso beteiligt war wie bei der Schulhofgestaltung und bei der Optimierung der Verkehrssituation im Dreifaltigkeitsweg. Auf überregionaler Ebene organisierte er zentrale Elterntage in Koblenz und war mit Informationsveranstaltungen zum Thema „Qualitätsmanagement für Schulen“ landesweit präsent.

Für den Maschinenbauingenieur aus Franken, der auch an der Umwandlung der Barbarossaschule zur Regionalen Schule und zur Ganztagsschule in Sinzig mitwirkte, „rückt man über die Elternarbeit näher an den Alltag seiner Kinder heran. Wenn man nur beim Abendessen mit Kurzmeldungen aus der Schule versorgt wird, dann ist man bloß Zuhörer – man gehört aber nicht richtig dazu.“

Elternvertreter seien vom Gesetzgeber „nicht gerade mit üppigen Rechten“ ausgestattet. Sie sollen „eben nur mitwirken“. Adams: „Aber wir Eltern befinden uns in Rheinland Pfalz in einer vergleichsweise komfortablen Lage.“ So sei die Elternfortbildung im Schulgesetz verankert. Der Landeselternbeirat richte mit dem Bildungsministerium Seminare in Koblenz, Boppard und Speyer aus. Zum Ausbildungsteam gehörten Vertreter des Landeselternbeirats und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als Schulaufsichtsbehörde sowie Schulpsychologen und Schulleiter der jeweiligen Schulart.

Adams blickt zufrieden zurück und gibt eine Anregung: „Ich möchte Eltern ermutigen, sich in der Schule zu engagieren und sich an der Arbeit der gesetzlichen Elternvertretungen zu beteiligen.“ Sein Resümee: „18 Jahre Elternvertreter – das war wie eine zweite Schulzeit für mich.“

Foto: Hans-Werner Adams (r.) und Dr. Jürgen Pföhler


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.09.2010

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