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47 Kindergärten bieten Sprachförderungen an

Defizite bei deutscher Sprache beheben – 176.000 Euro aus Landesprogramm für AW-Kitas bewilligt

Die Zahl der Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler, die Sprachfördermaßnahmen anbieten, ist im Kindergartenjahr 2010/2011 im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die Sprachförderungen sowie Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule laufen derzeit in 47 der kreisweit 65 Kitas.

Wie die Kreisverwaltung meldet, gibt es insgesamt 80 Förderungen. Die Zahl ist geringfügig gesunken, weil einige Maßnahmen wegen der begrenzten Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz gestrichen werden mussten.

Die Förderung der Sprachentwicklung von Kindern gehört zur Alltagsaufgabe der Kindertagesstätten. Die zusätzlichen speziellen Sprachförderangebote richten sich an jene Kinder im vorletzten und letzten Jahr vor der Einschulung, die darüber hinausgehenden Förderbedarf in der deutschen Sprache haben. Abhängig vom konkreten Bedarf werden Basis- oder Intensivfördermodule angeboten.

Das angestrebte Ziel: Die Kinder sollen spätestens zur Einschulung fähig sein, sich aktiv und passiv an einem Gespräch auf Deutsch zu beteiligen und einer vorgelesenen Geschichte auf Deutsch zu folgen. Die Sprachfördermaßnahmen umfassen keine therapeutische Behandlung von Störungen oder Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und des Sprechens.

Über die Sprachförderung hinaus werden in drei Kindertagesstätten – Ahrbrück, Hönningen und Reifferscheid – weitere Maßnahmen angeboten, und zwar zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule. Diese Maßnahmen gelten für Kinder im Jahr vor der Einschulung. Kindergärten und Grundschulen kooperieren vor Ort, um den Kindern den Übergang zwischen den beiden Lebensabschnitten zu erleichtern. Dazu zählt beispielsweise ein gemeinsames Frühstück der Kindergarten- und Grundschulkinder.

Die Angebote werden mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz finanziert, die aus dem Programm „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ fließen. Für das aktuelle Kindergartenjahr 2010/2011 wurden für die Einrichtungen im Kreis Ahrweiler rund 176.000 Euro bewilligt.

Die Experten des Kreisjugendamts zeigen sich erfreut über die rege Beteiligung der Kindertagesstätten: Sprache sei das zentrale Mittel für Menschen, Beziehungen zur Umwelt und zum sozialen Umfeld aufzubauen. Mit Hilfe der Sprachfördermaßnahmen erhielten auch Kinder aus benachteiligten Familien frühe Zugänge zur Bildung und somit bessere Startchancen, so das Jugendamt.

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Jugendamt, Sabrina Küster, Ruf 02641.975-337, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, sabrina.kuester@kreis-ahrweiler.de.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.10.2010

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