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Pilze, Misteln, Ilex: Beim Sammeln ist nicht alles erlaubt

Wer Naturpflanzen weiterverarbeitet und verkauft, braucht eine Genehmigung

Der Herbst kommt. Die Natur bietet viel Schönes oder Leckeres zum Ernten. Doch Vorsicht: Wer im Kreisgebiet Pflanzen zur Dekoration oder zur Weiterverarbeitung gewerblich sammelt, braucht eine Genehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler. So sieht es das neue Bundesnaturschutzgesetz vor.

Pilze, Beeren, Misteln, Ilex und andere Pflanzen reifen jetzt in der freien Natur heran. Viele Menschen pflücken und schneiden sich solche Arten – etwa zur Weiterverarbeitung oder zum Verkauf auf dem nächsten Markt. Das neue Bundesnaturschutzgesetz, das zum 1. März 2010 in Kraft trat, regelt die gewerbliche Entnahme solcher Pflanzen erstmals. Hiernach ist, unabhängig von den Rechten der jeweiligen Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten, für das gewerbliche Sammeln wild lebender Pflanzen oder Pflanzenteile die Genehmigung der Kreisverwaltung als Unterer Naturschutzbehörde erforderlich. Die Regelung dient dem Schutz der Pflanzenart.

Ein gewerbliches Sammeln liegt vor, wenn die Pflanzen oder Pflanzenteile nicht für den Eigenbedarf, sondern für den Weiterverkauf oder eine gewerbliche Weiterverarbeitung bestimmt sind. Typisches Beispiel: der Verkauf von Misteln auf Weihnachtsmärkten.

Gänzlich verboten ist das Sammeln oder Entnehmen von Pflanzen und Pflanzenteilen in Naturschutzgebieten und in Biotopen, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt sind.

Noch Fragen? Die Kreisverwaltung hilft gerne: Ruf 02641.975-233 oder 975-442.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.10.2010

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