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Staatliche Hilfen nach Juli-Unwetter abgelehnt

Das Land Rheinland-Pfalz lehnt es ab, die Unwetterschäden vom 3. Juli im Kreis Ahrweiler als Elementarschadensereignis anzuerkennen. Das hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier (ADD) der Kreisverwaltung mitgeteilt. Zuvor hatte sich der Kreis mehrfach an das Land gewandt und um Sonderhilfen für betroffene Hauseigentümer, Landwirte und Winzer gebeten.

Die schwere Gewitterfront zog am 3. Juli über den nördlichen Kreis Ahrweiler und verwüstete Häuser, Grundstücke, Felder und Weinberge. Besonders betroffen waren Teile der Grafschaft, des unteren Ahrtals und Remagens mit seinen Stadtteilen. Die massiven Regenfälle an diesem Samstagnachmittag überfluteten Keller, vernichteten Hausrat, entwurzelten Bäume und hinterließen Massen von Schlamm. Der Kreis Ahrweiler half den Betroffenen mit dem Fonds „Nachbar in Not“ und dem Abfallwirtschaftsbetrieb, die Kommunen unter anderem mit Bauhöfen und Bürgerstiftungen.

Als Begründung für ihr Nein führt die ADD an, die Gewährung staatlicher Finanzhilfen bei Elementarschäden setze mehrere Punkte voraus: eine außergewöhnliche Notlage der Betroffenen mit existenzgefährdenden Schäden, einen größeren Personenkreis und die Nichtversicherbarkeit von Schäden durch Extremwetterereignisse. Diese Anforderungen seien jedoch nicht erfüllt gewesen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.10.2010

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