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Mehrfach behinderte Kinder werden jetzt im Kreis Ahrweiler betreut

Levana-Schule mit zwei Neuerungen – Förderschwerpunkt motorische Entwicklung eingerichtet – Kreis setzt Teilhabeplan um

Der neue Schulzweig ist eingerichtet, das neue Erweiterungsgebäude fertig gebaut: An der Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer von fünf Förderschulen im Kreis Ahrweiler, können jetzt mehrfach behinderte Kinder betreut werden.

„Wir setzen den Teilhabeplan für behinderte Menschen Schritt für Schritt um“, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einem Besuch im Bachemer Schulzentrum. Und Levana-Schulleiter Gerd Jung freute sich, „dass wir die mehrfach behinderten Schüler jetzt selbst optimal fördern können.“

Ermöglicht wird diese Förderung durch zwei Maßnahmen. Erstens hat der Kreis Ahrweiler als Träger der Levana-Schule 4,7 Millionen Euro in die Hand genommen, um das Schulgebäude zu erweitern und energetisch zu sanieren. Die Erweiterung bringt zusätzliche drei Klassen- und drei Kursräume sowie ein Nebenraumprogramm. Dies schafft die Voraussetzung für – zweitens – die Aufnahme von Kindern, die körperlich und geistig behindert sind.

Folglich konnte die Schule seit dem neuen Schuljahr 2010/2011 zusätzlich den „Förderschwerpunkt motorische Entwicklung“ einrichten. Dessen entscheidender Vorteil laut Landrat Pföhler: „Die mehrfach behinderten Kinder müssen nicht mehr bis Neuwied gefahren werden, weil wir sie jetzt bei uns im Kreis versorgen und fördern können.“

Rektor Jung und das Lehrerkollegium zeigten sich gemeinsam mit Architekt Manfred Dünker und dessen Kollegin Christiane Krone sehr angetan von der neuen Ausstattung. Dies gelte, neben den neuen Räumen, vor allem für den Sanitärbereich. Durch Hebevorrichtungen, die mit Schienensystemen an der Decke montiert sind, lassen sich die behinderten Kinder in der darunter installierten Duschliege und Badewanne körperlich und ganzheitlich pflegen.

Am Doppelgebäude der Levana-Schule und der benachbarten Don-Bosco-Schule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und Sprache, stehen weitere Baumaßnahmen an. Der Anfang der 1970er Jahre errichtete Gebäudekomplex entspricht nicht den heutigen Standards zum Energieeinsparen. Der Kreis plant eine bessere Wärmedämmung. Derzeit werden das Dach und die Fenster erneuert.

Integrative Angebote in Schulen und Kindertagesstätten sind ein Aspekt des Teilhabeplans für Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen. Der Kreis Ahrweiler hat diesen Plan langfristig angelegt. Weitere Bestandteile sind der Ausbau des Betreuten Wohnens und anderer geeigneter Wohnformen, die Schaffung von behindertengerechten Arbeitsplätzen sowie die Frühförderung.

Foto: Im Kreis von behinderten Kindern und deren Betreuern in der neu ausgestatteten Levana-Schule: Dr. Jürgen Pföhler (stehend v.l.), Gerd Jung, Christiane Krone, Manfred Dünker und Herbert Wiemer, der in der Kreisverwaltung für Schulgebäude zuständig ist.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.11.2010

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