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Anmeldeflut bei den Berufsfindungstagen für Schülerinnen

Eva-Maria Bartels und Andrea Kornrumpf unterstützen 13- bis 15-jährige Mädchen – Über die klassischen Frauenberufen hinaus geblickt

Seit zehn Jahren finden die Berufsfindungstage für Schülerinnen der 8. Klassen aus dem Kreis Ahrweiler statt. Noch nie gab es so viele Anmeldungen wie diesmal.

40 Mädchen aus den Realschulen und Realschulen Plus konnten an den beiden viertägigen, kostenlosen Workshops in den Räumen der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler teilnehmen und sich mit ihren beruflichen Vorstellungen auseinandersetzen. „Wir waren völlig überrascht von der Flut an Anmeldungen. Mehr als 130 Schülerinnen wollten unser Angebot nutzen“, so Rita Cackovic, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Das Netzwerk Frau und Beruf im Kreis Ahrweiler und die Gleichstellungsbeauftragte haben die Veranstaltungen organisiert.

Jeweils vier Tage beschäftigten sich die 13- bis 15-jährigen Mädchen mit sich selbst und ihren beruflichen Zielen. Zwei Expertinnen unterstützten sie dabei: Eva-Maria Bartels von der Beratungsstelle „Frau und Beruf“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Andrea Kornrumpf, Jugendpflegerin der Stadt Bad Breisig. „Die Mädchen können sich intensiv mit ihren Fähigkeiten, Interessen und beruflichen Vorstellungen befassen“, erklärte Bartels.

Gemeinsam erstellten die jungen Frauen am Computer Lebensläufe und Bewerbungsschreiben. Im Internet suchten sie nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Mit Hilfe von Tests und Infos zur Berufswahl fanden sie Berufe, für die sie geeignet sind.

Die Diplom-Sozialarbeiterin Andrea Kornrumpf begleitet die Workshops seit dem ersten Jahr und findet: „Den Mädchen ist die Spannbreite der beruflichen Möglichkeiten vorher meist nicht bekannt. Viele stellen sich vor dem Workshop ihre Zukunft in einigen wenigen klassischen Frauenberufen vor.“

Das Angebot wurde auch in diesem Jahr von der Agentur für Arbeit finanziell und personell unterstützt. Dieter Zimmermann, zuständiger Berufsberater vor Ort, stellte den Schülerinnen sein Beratungsangebot in der Arbeitsagentur Ahrweiler vor.

Diese übergreifende Kooperation findet die Zustimmung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Bei den Berufsfindungstagen arbeiten verschiedene Institutionen Hand in Hand, um den Schülerinnen Perspektiven zu zeigen“, lobte er das Netzwerk Frau und Beruf. Solche konkreten und langfristig wirksamen Maßnahmen seien wichtig für die Frauenförderung, so der Landrat.

Die Gleichstellungsbeauftragte will Konsequenzen aus dem offensichtlich großen Bedarf ziehen: „Wir stehen in Kontakt mit den Schulen und der Agentur für Arbeit. Für 2011 planen wir eine noch engere Zusammenarbeit und die Ausweitung der Angebote.“

Foto: Persönliche und berufliche Perspektiven haben Schülerinnen der 8. Klassen gemeinsam mit Eva-Maria Bartels und Rita Cackovic (v.l.) ausgelotet.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.11.2010

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