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Luftwärmepumpe mit Gasmotor soll den Energieverbrauch halbieren

Kreisverwaltung setzt auf neues Heizkonzept – Schwerlastkran hebt Anlage auf Gebäudedach in der Wilhelmstraße

Regenerative Wärme im Winter, Kühlung im Sommer: Während der Kreis Ahrweiler die Schulen in seiner Trägerschaft bautechnisch auf den neuesten Stand gebracht hat, ist in puncto Heizung jetzt das Gebäude der Kreisverwaltung an der Reihe. Hier wie dort steht das Einsparen von Heizenergie ganz oben auf der Agenda. Ganz oben befindet sich auch eine flammneue Wärmepumpe: auf dem Dach des Kreishauses in der Ahrweiler Wilhelmstraße.

Ein schwerer Hebekran und eine halbseitige Straßensperrung kündigten jetzt die Baumaßnahme an. Aufmerksame Beobachter: die politische Spitze des Kreises Ahrweiler mit den Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsparteien sowie Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Deren einhellige Aussage: Der Kreis setzt weiterhin auf innovativen Umweltschutz, der sich finanziell rechnet. Das bekannteste Beispiel: Für das Solarstromprojekt, bei dem die Dächer von neun Kreis-Schulen und ebenfalls der Kreisverwaltung mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet wurden, gab es die Auszeichnung als Leitprojekt des Landes Rheinland-Pfalz im Klimaschutz.

Zur Aktion in und auf der Kreisverwaltung: Die zentrale Heizung des Gebäudekomplexes hat nach 30-jähriger Betriebszeit das Ende ihrer wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht. Die Suche nach neuen Heizkonzepten unter besonderer Berücksichtigung der regenerativen Energieversorgung führte zu einer Gas-Absorbitionsanlage. Dabei handelt es sich um eine Luftwärmepumpe, die von einem Gasmotor betrieben wird und jetzt auf dem Dach des Hauptgebäudes installiert wurde.

Einer der bisheriglen Heizkessel samt Brenner wird demontiert und entsorgt. Der zweite Kessel bleibt in Betrieb, um als Spitzenlastkessel zu dienen. Die Heizungspumpen werden erneuert und gegen energiesparende Hocheffizienzpumpen ausgetauscht.

Das angenehme Nebenprodukt: Die Wärmepumpe erzeugt Kälte. Diese Kälte wird genutzt, um den großen Sitzungssaal zu klimatisieren. Diese Methode ist energetisch und kostenmäßig wesentlich günstiger als eine herkömmliche Klimaanlage; sie bietet 86 Prozent Ersparnis gegenüber einer mit Strom betriebenen Klimaanlage. Die Kosten von 350.000 Euro sollen sich bezahlt machen: Die Planer haben errechnet, dass die neue Luftwärmepumpe den Verbrauch an Heizenergie im Kreishaus halbiert.

Foto: Setzt auf innovativen Umweltschutz: Die politische Spitze des AW-Kreises mit den Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsparteien (v.l.) Ulrich van Bebber (FDP), Rolf Deißler (FWG), Lorenz Denn (SPD) sowie Karl-Heinz Sundheimer (CDU) und Wolfgang Schlagwein (Grüne) (5. und 6. v.l.) mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Mitte).

Foto: Ein schwerer Hebekran hievte die Bauteile der Wärmepumpe aufs Dach der Kreisverwaltung in der Wilhelmstraße.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.12.2010

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