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Vier Planer, 260 Befrager, 23.000 Befragte

Zensus 2011 im AW-Kreis: Registerdaten werden ├╝berpr├╝ft, Vollerhebung ist ├╝berfl├╝ssig ÔÇô Auf strengen Datenschutz verpflichtet ÔÇô ÔÇ×R├╝ckspielverbotÔÇť an Polizei und Finanzamt

Die Erhebungsstelle f├╝r den Zensus 2011 im Kreis Ahrweiler organisiert die Volks-, Geb├Ąude- und Wohnungsz├Ąhlung im Kreisgebiet, schult die Erhebungsbeauftragten und achtet auf den strengen Datenschutz, zu dem ein sogenanntes R├╝ckspielverbot geh├Ârt. Das Zensus-Team im Kreishaus besteht aus einer Frau und drei M├Ąnnern.

Michael Schaefer (Leiter), Wolfgang Kiel (Vertreter) und Margret Zavelberg (Datenverarbeitung) k├╝mmern sich neben ihrer ├╝blichen Arbeit in der Abteilung f├╝r Strukturentwicklung um die Z├Ąhlung. Frank Wei├čenfeld arbeitet als Vollzeitkraft, die f├╝r den Zensus befristet eingestellt wurde.

Was passiert wie und wann? Die Volksz├Ąhlung zum Stichtag 9. Mai 2011 l├Ąuft in der gesamten Europ├Ąischen Union. In Deutschland wird ein neues Verfahren eingesetzt, das die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesdatenschutzbeauftragten ber├╝cksichtigt. Der register-unterst├╝tzte Zensus macht eine Vollerhebung, also die Befragung der gesamten Bev├Âlkerung wie bei der letzten Volksz├Ąhlung 1987, ├╝berfl├╝ssig. Die jetzt zu erhebenden Daten werden aus vorhandenen amtlichen Registern gewonnen, insbesondere dem Einwohner-Melderegister, dem Anschriften- und Geb├Ąuderegister sowie den Daten der Bundesanstalt f├╝r Arbeit.

Zur ├ťberpr├╝fung der Registerdaten werden nach dem statistischen Zufallsprinzip im Kreis Ahrweiler 18,6 Prozent der Bev├Âlkerung ermittelt, das sind 23.074 Personen. Rund 260 Interviewer arbeiten als Erhebungsbeauftragte und befragen diese Personen. Dar├╝ber hinaus findet eine Vollerhebung statt, allerdings nur in Sonderbereichen. Dazu z├Ąhlen Gemeinschaftsunterk├╝nfte, etwa Senioren- und Studentenwohnheime.

Die Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung bestimmt, schult und betreut die Erhebungsbeauftragten, kontrolliert die zur├╝ckkommenden Frageb├Âgen auf Vollst├Ąndigkeit und Plausibilit├Ąt und leitet die Daten ans Statistische Landesamt in Bad Ems weiter.

Ein Augenmerk liegt auf den strengen Datenschutzvorschriften. Die Mitarbeiter des Zensus-Teams sind auch nach ihrer T├Ątigkeit auf den Datenschutz und das Statistikgeheimnis verpflichtet. Gleiches gilt f├╝r die 260 Erhebungsbeauftragten, die in den n├Ąchsten Wochen festgelegt und ├╝berwiegend bei den Kommunalverwaltungen rekrutiert werden.

Die Angaben der Befragten d├╝rfen weder an private noch an staatliche Institutionen weitergegeben werden. Die Daten d├╝rfen auch nicht an andere Institutionen zur├╝ckgespielt werden. Dieses R├╝ckspielverbot gilt ausnahmslos, auch gegen├╝ber Polizei und Finanzamt.

Beim Zensus 2011 geht es nicht darum, etwas ├╝ber individuelle Lebensverh├Ąltnisse zu erfahren. Ziel und Zweck der Z├Ąhlung ist es, strukturierte und verl├Ąssliche Informationen zum Arbeiten, Wohnen und zur allgemeinen Lebenssituation in Deutschland zu gewinnen. Nur mit solchen Daten sind bedarfsgerechte Planungen der ├Âffentlichen Infrastruktur m├Âglich, etwa f├╝r Kinderg├Ąrten, Schulen, Seniorenheime und den Stra├čenbau.

Au├čerdem geht es ums Geld: Neben dem L├Ąnderfinanzausgleich in Deutschland liefert der Zensus 2011 als europ├Ąisches Projekt den Verteilungsschl├╝ssel f├╝r EU-Zahlungen an die Mitgliedsstaaten.

Die zu befragenden Einwohner werden im April informiert. Vorab-Infos gibt es hier: Kreisverwaltung Ahrweiler, Zensus-Erhebungsstelle, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641.975-8300, E-Mail: zensus.info@kreis-ahrweiler.de; Servicezeiten von Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Internet: www.kreis-ahrweiler.de mit Link auf die gemeinsame Internetseite der statistischen ├ämter des Bundes und der L├Ąnder www.zensus2011.de.

Foto: Organisieren den Zensus 2011 im Kreis Ahrweiler: Margret Zavelberg (v.l.), Wolfgang Kiel, Frank Wei├čenfeld und Michael Schaefer.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.12.2010

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