BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

1.200 Kulturdenkmäler an Rhein, Ahr und in der Eifel

Hochwertig und förderwürdig: Historische Gebäude, Burgruinen, Kirchen, Kapellen, Wegekreuze und Parks

Mit 270.000 Euro sind im Jahr 2010 außergewöhnlich hohe Zuschüsse für Kulturdenkmäler in den Kreis Ahrweiler geflossen. Insgesamt gibt es zwischen Gelsdorf und Wassenach sowie zwischen Dorsel und Remagen rund 1.200 offizielle Kulturdenkmäler und Anlagen, mit denen sich die Kreisverwaltung als Untere Denkmalschutzbehörde befasst. Dies sind historische Gebäude, Stadtbefestigungen, Schlösser, Burgruinen, Kirchen, Kapellen, Wegekreuze, Bildstöcke, Parks und Weinbergsterrassen.

Für die Sanierung und Restaurierung dieser traditionsreichen Bauten und Anlagen können Gelder fließen. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in Mainz, bei der es sich um das frühere Landesamt für Denkmalpflege handelt, bewilligt die Förderungen.

Die Sanierung der Apollinariskirche in Remagen wurde von 2006 bis 2010 mit jeweils 20.000 Euro bedacht. Weitere Großprojekte waren 2010 die Synagoge Niederzissen (75.000 Euro), Schloss Vettelhoven und der Rolandsbogen. Als hochwertige und damit förderwürdige Kulturdenkmäler gelten auch das Fachwerkhaus am Markt in Ahrweiler (Markt 4), die Marien-Wallfahrtskapelle an der Landskrone und Haus Schwanen in Oberwinter. Außerdem wurden das alte Pfarrhaus in Gönnersdorf und das Bahnhofsgebäude in Bad Breisig mit Fördermitteln unterstützt.

Der Vergleich zu den Vorjahren zeigt, wie hoch sich die Fördersumme von 270.000 Euro für 2010 darstellt: 2006 gab es 33.000 Euro für denkmalgeschützte private und öffentliche Gebäude, 2007 waren es 93.000 Euro, 2008 dann 22.500 Euro, und 2009 flossen 70.000 Euro an Fördergeldern ins AW-Land.

Neben diesen Geldern des Landes Rheinland-Pfalz hat der Kreis Ahrweiler eigene Mittel eingesetzt. In den vergangenen vier beziehungsweise fünf Jahren wurden jeweils 20.000 Euro zur Förderung überregional bedeutsamer Kulturdenkmäler bewilligt. So flossen jährlich je 10.000 Kreis-Euro ebenfalls für die Sanierung der Apollinariskirche Remagen und des Paradieses der Abteikirche Maria Laach sowie 2010 für die Dachsanierung des Gartenhauses im Kloster Maria Laach.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler ist als untere Denkmalschutzbehörde unter anderem für die Genehmigung von Sanierungsmaßnahmen an Kulturdenkmälern zuständig. Sie arbeitet eng mit der Denkmalfachbehörde, der GDKE, zusammen. Denkmalschutz und Denkmalpflege haben die gesetzlichen Aufgaben, Kulturdenkmäler zu erhalten, zu pflegen und insbesondere deren Zustand zu überwachen, Gefahren von ihnen abzuwenden und sie zu bergen. Hier sind vor allem Eigentümer, Verfügungsberechtigte und Besitzer angesprochen.


Fachwerk und Fassaden gut bedacht

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz hat 2010 neun Gebäude im AW-Kreis bezuschusst.

•Synagoge Niederzissen: 75.000 Euro für die Gesamtinstandsetzung.
•Rolandsbogen, Remagen-Rolandseck: 65.000 Euro für die Gesamtinstandsetzung.
•Apollinariskirche Remagen, 20.000 Euro für die Innenrestaurierung der Krypta und die südliche Seitenkapelle.
•Bahnhof Bad Breisig: 10.000 Euro für die Sanierung der Fenster und Außentüren sowie die Neueindeckung des Dachs mit Naturschiefer.
•Maria-Hilf-Wallfahrtskapelle an der Landskrone, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Lohrsdorf): 9.000 Euro unter anderem für ein neues Dach.
•Schloss Vettelhoven, Grafschaft-Vettelhoven: Zuschuss für Dachsanierung, Fenster, Türen, Entree und Parkpflege.
•Gebäude Markt 4, Ahrweiler: Zuschuss für die Untersuchung und Restaurierung der Stuckdecke im 1. Obergeschoss, Lehmarbeiten und statische Sicherung.
•Haus Schwanen, Remagen-Oberwinter: Zuschuss für die Fassaden- und Fachwerksanierung.
•Altes Pfarrhaus, Gönnersdorf: Zuschuss für die Instandsetzung der Fassade.

Foto: Denkmalgeschützt: die Apollinariskirche Remagen


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.01.2011

<< zurück