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Bau- und Denkmal-Genehmigung für Synagoge überreicht

In Niederzissen steht das älteste noch erhaltene jüdische Gebetshaus im Kreis Ahrweiler

Dem Umbau der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu einer Erinnerungs- und Begegnungsstätte steht nichts mehr im Wege. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat die Baugenehmigung und die denkmalrechtliche Genehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler überreicht. Ortsbürgermeister Richard Keuler nahm die Unterlagen des Kreisbauamts im Beisein von Brohltal-Bürgermeister Johannes Bell entgegen.

Die Synagoge in Niederzissen stelle eine Besonderheit im Kreis Ahrweiler dar, sagte der Landrat. Es gebe nur zwei noch erhaltene Synagogengebäude im Kreisgebiet: das 1894 errichtete und ebenfalls restaurierte jüdische Gebetshaus in Ahrweiler (Altenbaustraße) sowie das in der Niederzissener Mittelstraße, das aus dem Jahr 1841 stamme und somit das ältere der beiden sei.

Zur Erinnerung: Die Nazis schändeten die Synagoge 1938. Später wurde das Gebäude als Schmiede genutzt. Der vor gut drei Jahren gegründete Kultur- und Heimatverein Niederzissen hat Finanzierungs- und Nutzungsmodelle erarbeitet, auf deren Grundlage die Ortsgemeinde das leerstehende Anwesen gekauft hat, um es als Veranstaltungs- und Begegnungsstätte mit musealer Nutzung umzubauen.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen einschließlich Ankauf sind mit 405.000 Euro veranschlagt. An Fördergeldern sind 317.000 Euro vorgesehen. Diese Fördermittel kommen von der Dorferneuerung des Landes Rheinland-Pfalz (160.000 Euro), der Landesdenkmalpflege (75.000 Euro), der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (70.000 Euro) und der Landesstiftung für Kultur (12.000 Euro). Der Anteil der Eigenleistung, die der Kultur- und Heimatverein erbringt, beträgt 30.000 Euro.

Foto: Früher Synagoge, demnächst Erinnerungs- und Begegnungsstätte: Richard Keuler (v.l.), Dr. Jürgen Pföhler und Johannes Bell an einem historischen Ort in Niederzissen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.01.2011

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