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Kreisverwaltung und Polizei vernichten 650 Waffen

Noch 3.500 Waffenbesitzer, meist Jäger und Sportschützen – Sichere Aufbewahrung muss nachgewiesen werden – Weitere Kontrollen angekündigt

Gemeinsam mit der Polizei hat die Kreisverwaltung Ahrweiler jetzt 650 Waffen vernichten lassen. Die 300 Gewehre sowie 350 Kurzwaffen wie Pistolen und Revolver mit einem Gewicht von insgesamt 1,3 Tonnen wurden in einer Schredderanlage zerstört. Zuvor waren die Schusswaffen von ihren Besitzern beim Kreis abgegeben worden.

Bei der Aufbewahrung von Waffen und Munition gelten verschärfte gesetzliche Vorschriften. Die Kreisverwaltung als Waffenbehörde fordert nochmals alle Waffenbesitzer auf, die sichere und ordnungsgemäße Aufbewahrung zu prüfen und, falls noch nicht geschehen, den entsprechenden Nachweis beim Kreis einzureichen.

Im Kreisgebiet gibt es derzeit noch rund 3.500 Waffenbesitzer. Das sind in erster Linie Jäger und Sportschützen, aber auch Altbesitzer und Erben. Diese müssen weiterhin mit verdachtsunabhängigen Kontrollen zuhause rechnen. Hintergrund: Nach dem tragischen Amoklauf von Winnenden hat der Gesetzgeber 2009 eine erneute Änderung des Waffenrechts beschlossen.

Neu geschaffen wurde die Möglichkeit der Waffenbehörde, ohne Verdacht zu kontrollieren. Das gilt besonders für Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen, die eine sichere Aufbewahrung noch nicht nachgewiesen haben. Dieser Nachweis ist beispielsweise möglich durch Vorlage einer Rechnung oder eines Lieferscheines über die Anschaffung eines Waffenschranks. Sollte dies nicht möglich sein, kann ein Foto des Waffenschranks und des dazugehörigen Typenschildes vorgelegt werden.

Sichere Aufbewahrung bedeutet nicht nur, dass die gesetzlichen Vorschriften zu den Behältnissen eingehalten werden. Es muss auch geklärt sein, dass außer dem Berechtigten niemand Zugang zum Waffenschrank hat. So darf der Schlüssel weder allgemein zugänglich sein, etwa am Schlüsselbrett, noch darf die Zahlenkombination anderen Personen mitgeteilt oder bekannt werden. Dies gilt vor allem für Ehepartner, Kinder sowie weitere im Haushalt lebende nichtberechtigte Personen.

Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler geben Auskunft: Ruf 02641.975-229 und 975.588, E-Mail, eduard.ruhs@kreis-ahrweiler.de, harald.muench@kreis-ahrweiler.de.

Foto: Die drei Wege der Waffen. Erstens: zur Vernichtung abgegeben, zweitens: der Schredder-Anlage zugeführt, wo sie, drittens: zerstört wurden.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.01.2011

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