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Schwerwiegende Infektionen verhüten

Gesundheitsämter und Uniklinik Bonn gründen regionales Netzwerk – Gemeinsam gegen multiresistente Erreger

Der Kreis Ahrweiler sowie weitere vier regionale Landkreise und die Stadt Bonn wollen multiresistente Erreger gemeinsam bekämpfen. Die zuständigen Gesundheitsämter haben zusammen mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn das regionale Netzwerk „mre-netz regio rhein-ahr“ gegründet.

 

Kooperationspartner sind neben dem AW-Kreis die Bundesstadt Bonn, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis und das Universitätsklinikum Bonn. „Ziel ist es, durch harmonisiertes Vorgehen aller Akteure im Gesundheitswesen die weitere Ausbreitung dieser Erreger einzudämmen und dadurch schwerwiegende Infektionen zu verhüten“, sagt Netzwerk-Koordinator Dr. Stephan Wydra. Gleichzeitig soll einer für die Betroffenen häufig folgenreichen und medizinisch unbegründeten Stigmatisierung entgegengewirkt werden.

 

Dr. Ute Teichert-Barthel, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts Ahrweiler, sieht in dem gemeinsamen Projekt „eine große Chance zur Infektionsbekämpfung, weil die Erreger nicht an kommunalen Grenzen haltmachen.“

 

Weltweit steigt die Zahl multiresistenter Erreger. Gleichzeitig geht die Zahl neuer Antibiotika zurück. Neben dem bekannten Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) betrifft dies in jüngster Zeit zunehmend so genannte Gram-negative Bakterien wie Escherichia coli, die teilweise schon gegen alle erhältlichen Antibiotika resistent sind. Während gesunde Menschen in der Regel nicht gefährdet sind, können diese Erreger bei kranken und geschwächten Menschen zu lebensbedrohlichen Infektionen führen.

 

Nur konsequente hygienische Maßnahmen wie Händehygiene sowie ein kritischer und rationaler Einsatz von Antibiotika können die Verbreitung solcher Erreger in Einrichtungen des Gesundheitswesens verhindern. „Dafür bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung und Abstimmung aller. Die Netzwerkgründung ist einer der entscheidenden Schritte in diese Richtung“, sagt Professor Dr. Martin Exner.

 

Das Netzwerk wird bei der Auftaktveranstaltung für alle Krankenhäuser der Region am 31. März in Siegburg offiziell ins Leben gerufen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.03.2011

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