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Hochgeschwindigkeits-Trasse für schnelles Internet angezapft

Kalenborn nutzt eine Chance – Vertrag unterzeichnet – Anschlüsse sollen bis Jahresende stehen – DSL-Initiative macht Fortschritte

Mit Kalenborn erhält eine weitere Ortsgemeinde im Kreis Ahrweiler Anschluss ans Breitband und damit ans schnelle Internet. Zuvor hatte die Kreisverwaltung den Kontakt zwischen Ortsbürgermeister Konrad Löhndorf und der Firma Inexio hergestellt. Jetzt wurde der Vertrag unterzeichnet. Zum Jahresende sollen die Anschlüsse stehen.

 

Bei einer ersten Infoveranstaltung für den Gemeinderat und die Bürger von Kalenborn zog Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der 2007 die Initiative „DSL für alle“ im AW-Kreis gestartet hatte, einen Vergleich: „Die günstige Verkehrsanbindung, vor allem die Lage an der Autobahn A 61, ist ein entscheidender Standortvorteil für viele Kommunen. Ein Kriterium, nach dem Gewerbebetriebe und Bauinteressierte heutzutage immer mehr fragen, ist der Anschluss an die Datenautobahn. Hier hat Kalenborn eine Chance erkannt und genutzt.“

 

Um was handelt es sich bei der „Chance“, die Pföhler ansprach? Quer durchs Kreisgebiet verläuft eine riesige Datenautobahn in Form einer Glasfasertrasse, und zwar in Nord-Süd-Richtung auf der Linie Kalenborn, westliche Grafschaft, Dernau, Rech, Ramersbach, Blasweiler, Spessart, Kempenich, Weibern. Die Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung waren bei Recherchen auf die Pläne gestoßen. Die Trasse mündet in Frankfurt am Main, wo sich eines der größten Rechenzentren für den E-Mail-Verkehr in Europa und damit ein Knotenpunkt für die Internet-Autobahnen befindet.

 

Wie lässt sich das unterirdische Bündel nutzen? Diese Frage haben die Kreis-Wirtschaftsförderer mit der Betreiberfirma Inexio aus Saarlouis 2010 erörtert. Wenn es gelänge, die technischen Möglichkeiten auszuschöpfen und die Hochgeschwindigkeits-Trasse „anzuzapfen“, wäre Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit möglich. In technischen Zahlen ausgedrückt: Die Glasfasern bieten einen Netzzugang von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Beim digitalen Telekommunikationsnetz ISDN spricht man von 64 Kilobit pro Sekunde – ein Megabit besteht aus 1.000 Kilobit.

 

Die Kalenborner sehen ihren Erfolg als Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung, die der gesamte Gemeinderat, unter anderem Hilmar Kretzer, sowie Achim Haag, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, unterstützt habe. Konrad Löhndorf: „Wir sind guter Dinge, dass wir bis zum Jahresende 2011 mit dem schnellen Internet starten können.“ Zuvor fänden weitere Informationsveranstaltungen für die Bürger statt, bei denen Inexio technische Einzelheiten kläre. Dies betreffe beispielsweise die Mitnahme der bisherigen Telefonnummern bei einem Wechsel zu Inexio, so der Ortsbürgermeister. Kalenborn zählt 650 Einwohner, die in 220 Haushalten leben.

 

Thorsten Klein, persönlich haftender Gesellschafter der inexio KGaA betonte: „Der Ausbau mit Glasfaser bis in die Orte hinein macht den Anschluss an die Datenautobahn heute und in Zukunft attraktiv. Denn die damit erzielten Bandbreiten sind auch für zukünftige Anwendungen sicher ausreichend.“ Zu den weiteren Ansprechpartnern bei der Auftaktveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus zählten Thomas Walgenbach, der die Ortsgemeinde berät, und Tino Hackenbruch von der Kreiswirtschaftsförderung.

 

Die weiteren Infoveranstaltungen sind geplant für Dienstag, 24. Mai, 16 bis 19 Uhr, Montag, 6. Juni, 14 bis 17 Uhr, Mittwoch, 29. Juni, 16 bis 19 Uhr, jeweils im Dorfgemeinschaftshaus Kalenborn.

 

Foto: Sehen Chancen für schnelles Internet: Dr. Jürgen Pföhler (v.l.), Konrad Löhndorf, Thomas Walgenbach, Thorsten Klein und Tino Hackenbruch in Kalenborn.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.04.2011

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