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Der Plan für das Naturschutz-Großprojekt steht

Obere Ahr-Hocheifel: Vertreter von Naturschutz, Landwirtschaft, Fischerei, Jagd und Tourismus stimmen zu

Die Planungsphase für das Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel steht kurz vor dem Abschluss. Das Herzstück, der umfangreiche Pflege- und Entwicklungsplan, hat die Zustimmung der projektbegleitenden Arbeitsgruppe gefunden. Bei der abschließenden Sitzung in Dümpelfeld erklärten Vertreter von Naturschutz, Landwirtschaft, Fischerei, Jagd und Tourismus ihre Zustimmung.

 

„Obere Ahr-Hocheifel“ (OAH) – der Begriff steht für das größte Naturschutzvorhaben im Kreis Ahrweiler. Es wird in der Verbandsgemeinde Adenau umgesetzt. Die Oberahr und sämtliche Zuflüsse sollen geschützt und in ihrer natürlichen Entwicklung nachhaltig gesichert werden. Weitere Vorteile liegen beim Hochwasserschutz, der Landwirtschaft und im Tourismus.

 

Der Pflege- und Entwicklungsplan einschließlich der Sozioökonomischen Analyse diene als flächenscharfer Maßnahmenkatalog für die anschließende Umsetzungsphase, erklärte Projektleiter Dr. Jochen Mölle. Das Planungsbüro Björnsen Beratende Ingenieure (Koblenz) hat die Entwürfe vorgelegt. Zwei Landschaftsplanerinnen, Diplom-Ingenieurin Angelika Halbig und Diplom-Geografin Birgit Rummel, haben das zwölfköpfige Expertenteam geleitet.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus 45 Vertretern von Behörden und Verbänden zusammen. Diese wurden an den einzelnen Planungsschritten und Berichten beteiligt, ihre Anregungen und Bedenken wurden bewertet und unter Beachtung der Projektziele berücksichtigt.

 

Bei sechs Veranstaltungen konnte sich die Öffentlichkeit über die anvisierten Maßnahmen informieren. Die Ortsgemeinden erhielten die genauen Planungskarten. Im Rathaus der Verbandsgemeinde Adenau fanden Sprechtage statt. Die landwirtschaftlichen Betriebe wurden eingebunden.

 

Die Vertreter des Bundes, der das Projekt größtenteils finanziert, lobten bei der Sitzung in Dümpelfeld den umfangreichen Beteiligungsprozess. Moderatorin Carla Schönfelder (Darmstadt) fungierte als neutrale Vermittlerin zwischen den Naturschutz- und den Nutzungsinteressen. Dabei setzte sie einen Prozess in Gang, in dessen Ergebnis sich möglichst alle lokalen Akteure wiederfinden sollen: Grundstücksbesitzer, Landwirte, Förster, Fischer, Bürgermeister, Ratsmitglieder, Verbände, Behörden und interessierten Bürger.

 

Der Projektantrag an den Bund und das Land Rheinland-Pfalz für Phase II, die Umsetzungsphase, wird in den kommenden Monaten gestellt. Wenn dies bewilligt ist, können die geplanten Maßnahmen zum Erhalt der Gewässerauen starten.

 

Infos im Internet: www.kreis-ahrweiler.de, „Bürgerservice“; oder direkt unter www.obere-ahr-hocheifel.de.

 

Foto:

Im Fluss: die Oberahr unterhalb der Einmündung des Armuthsbachs zwischen Fuchshofen und Schuld


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.04.2011

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