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Höhen-Technik mit High-Tech

Tragschrauber schöpft 130 PS aus 850 Kubik – Fliegendes Auge zieht die Blicke an – Region präsentiert sich auf Hannover Messe

Waldbrand in der Eifel, Stau auf der A 61, Gewässeraufsicht im Kreis Ahrweiler, Sicherheitsflüge bei Großveranstaltungen: Ein Tragschrauber, als fliegendes Auge mit speziellen Kameras ausgestattet, behält die Übersicht, ist flexibel einsetzbar und kostengünstiger als ein Hubschrauber. Ein solches Fluggerät zog jüngst massenhaft die Blicke auf sich: bei der Hannover Messe.

 

6.500 Hightech-Anbieter aus 65 Ländern waren auf der weltgrößten Technologieschau vertreten, unter ihnen die Kreisverwaltung Ahrweiler. Der stellvertretende Leiter der Kreiswirtschaftsförderung Reinhold Reichert machte sich gemeinsam mit der Bonner Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe und Rhein-Sieg-Kollege Hermann Tengler ein Bild vor Ort und besuchte den Messestand der Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler.

 

Die Region präsentierte sich mit acht Ausstellern auf ihrem Gemeinschaftsstand in der Halle „Research & Technology“ und bot vor allem Forschungseinrichtungen eine breite Darstellungsform zum Schwerpunktthema Sicherheit. Ein ständig belagerter Blickfang war jener Tragschrauber, den der RheinAhrCampus Remagen (RAC) der Fachhochschule Koblenz mitgebracht hatte.

 

Nach den Plänen von Professor Dr. Jens Bongartz und seinem Team soll der rot-graue Prototyp im östlichen Kreis Ahrweiler stationiert werden. Mit 130 PS aus 850 Kubikzentimetern im Rücken soll das zweisitzige Remagener Fluggerät als luftgestützte Überwachungsplattform dienen. Der Motor schiebt das Leichtfluggerät über den Propeller vorwärts; der Rotor darüber ist antriebslos, wird aber mit zunehmender Reisegeschwindigkeit zum Flugpolster-Lieferanten.

 

Dabei verbraucht der Tragschrauber nur rund 14 Liter Treibstoff pro Stunde und schlägt mit 150 Euro je Betriebsstunde zu Buche. Vergleichbare Hubschrauber kosten etwa 2.500 Euro in dieser Zeit. Erste Flugstunden wurden bereits erfolgreich absolviert. Zudem läuft mit den Fachleuten vom Wachtberger Fraunhofer-Institut für Kommunikation und Ergonomie (FKIE) ein Forschungsprojekt zu speziellen Einsatzmöglichkeiten. Der Tragschrauber könnte private, gewerbliche und hoheitliche Aufgaben übernehmen.

 

Die AW-Delegation bewertete den Messeauftritt als erfolgreich: „Innovationsfreude und Aufbruchstimmung sind zurückgekehrt. Ein Markt für innovative Produkte mit Alltagsbezug ist eindeutig vorhanden“, so Bongartz und Reichert.

 

Wie geht es weiter? Die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler peilt 2011 noch zwei Messeauftritte an: die Expo Real in München als größte zentraleuropäische Immobilienmesse (4. bis 6. Oktober) sowie die MEDICA in Düsseldorf als weltgrößte Medizinmesse  (16. bis 19. November).

 

Foto: Professor Dr. Jens Bongartz (r.) erklärte in Hannover die Funktionsweise des Tragschraubers. Aufmerksame Zuhörer: Hermann Tengler (vorne v.l.), Victoria Appelbe und Reinhold Reichert.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.05.2011

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