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Psychisch kranke Eltern – ein Risiko für Kinder?

Kinderschutz im AW-Kreis: Netzwerke greifen – Neues Forum gestartet – Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Erzieher und Lehrer im Gespräch

Kinder von psychisch kranken Eltern stellen eine größer werdende Zielgruppe der Jugendhilfe dar. Psychische Erkrankungen von Eltern oder Elternteilen gelten als Risikofaktoren für die betroffenen Kinder. Deshalb wird es immer wichtiger, bedarfsgerechte Hilfesysteme einzusetzen. Dies ist der Tenor eines Fachgesprächs, das jüngst in der Kreisverwaltung Ahrweiler stattfand.

 

Thema der Runde mit 35 Fachleuten: „Psychisch kranke Eltern und deren Kinder – Möglichkeiten und Grenzen in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen“. Es handelte sich um ein erstes Expertentreffen innerhalb der neuen Gesprächsreihe des Jugendamts „Forum im Kreishaus – Wir sprechen`s an“, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Jürgen Pföhler steht.

 

Bei der Betreuung und Behandlung der Betroffenen sind verschiedene Berufsgruppen und Helfersysteme eingebunden: angefangen von Ärzten, Erwachsenenpsychiatern und Psychologen über Sozialarbeiter, Erzieher und Lehrer. Die Gesprächsrunde im Kreishaus kam zu der einhelligen Einschätzung: Es ist eine besondere Herausforderung für diese Berufsgruppen, mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen im Sinne der gelingenden Hilfe gut zu kooperieren.

 

Vorträge für die Gesprächsrunde lieferten Dr. Christoph Smolenski, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik, Dr. Kristian Holtkamp, Chefarzt der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dorothea Begger vom Gemeindepsychiatrischen Zentrum, Hans-Peter Doll, Leiter der Lebensberatungsstelle des Bistums Trier, Wolfgang Brixius, Geschäftsführer der Jugendhilfestation Adenau, und Stefan Theisen, Kinderschutzbeauftragter im Jugendamt der Kreisverwaltung.

 

Die Arbeitsrunde vereinbarte, gemeinsam ein Netz zu spannen, das psychisch erkrankte Eltern und deren Kinder auffängt, trägt und sie in schwierigen Lebenssituationen entlastet.

 

Für dieses Jahr sind drei weitere Treffen der Gesprächsreihe „Forum im Kreishaus“ vorgesehen. Das Vorhaben auch hier: Ärzte, Hebammen, Kindertagesstätten, Jugendhilfeträger, Frühfördereinrichtungen, die Kinderschutzgruppe in der Kinderklinik der Universität Bonn, Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und weitere Institutionen sollen ins Gespräch kommen. Das anvisierte Ziel aller Veranstaltungen: die unterschiedlichen Facetten eines wirksamen Kinderschutzes beleuchten und Formen der Kooperation von beteiligten Berufsgruppen weiterentwickeln. – Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Jugendamtes, Ruf 02641.975-263, E-Mail Siglinde.Hornbach@kreis-ahrweiler.de.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.05.2011

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