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Problemabfälle nicht vorzeitig am Sammelplatz abstellen

AWB zieht Bilanz zur Schadstoffsammlung im Mai – Kostenloser Service für Privathaushalte – Nächste Sammlung im Oktober

Mehr als 20 Tonnen Schadstoffe wie Farben, Lacke, Altöl, Klebstoffe, Lösungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Batterien und Akkus – das ist die Bilanz der jüngsten Sammelreise, die der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) Anfang Mai organisiert hat. Das Material wird jetzt umweltgerecht entsorgt. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den die Schadstoffsammlung findet“, sagt AWB-Abfallberater Lukas Fischer.

 

„Sondermüll“ – der Fachmann spricht von „Problemabfall“ – gehört nicht in den Keller. Besser aufgehoben ist er bei den Experten der Schadstoffsammlung. Dabei sind einige Punkte zu beachten. Wichtig ist zunächst der sichere Transport. Dafür sowie für die richtige Verwertung und Entsorgung ist die Firma Sita West GmbH aus Neuwied als Partner des AWB zuständig.

 

Das Gesetz schreibt die getrennte Sammlung in unterschiedlichen Containern und Behältern vor. Je nach Abfall müssen feuerfeste oder säurebeständige Gefäße verwendet werden. Oder die Entsorgungsfachleute müssen die Sammelbehälter mit speziellen Bindemitteln auffüllen. Das Schadstoffmobil, das zu den festen Sammelterminen durch den Kreis Ahrweiler fährt, hält für die meisten Problemabfälle die richtigen Behälter bereit. Explosive Stoffe oder unter Druck stehende Behälter können allerdings nicht angenommen werden. Hierzu sollte man die Abfallberatung des AWB fragen.

 

Viele Abfälle müssen getrennt erfasst werden. Daher ist der Aufwand groß. Fischer erläutert: „Das Schadstoffmobil kommt mit zwei Lkw, die jeweils Leerbehälter auf einem Anhänger mitführen. Für die Sammlung werden kreisweit 29 Sammelstellen von den Städten und Gemeinden abgesperrt. Dort werden die Container abgeladen und für die Abfallannahme vorbereitet. Auch wenn die Fahrzeuge bereits vor der im Abfallratgeber genannten Uhrzeit eintreffen, muss die Annahmestelle erst vollständig eingerichtet sein, bevor Abfälle angenommen werden dürfen.“

 

Dann werden Transportsicherungen entfernt und volle Behälter gegen leere getauscht. Über die angenommenen Abfälle muss Buch geführt werden. Fischer bittet um Verständnis, wenn die Sammler mit ihren Fahrzeuge zuweilen und vermeintlich untätig am Straßenrand parken. „Die Fahrer sind seit früh morgens unterwegs, um ihre Lkw vorzubereiten. Da muss auch eine Kaffee- und Mittagspause drin sein. Die im Abfallratgeber genannten Sammelzeiten sind davon aber nicht betroffen.“

 

Problemabfälle dürfen nicht vorzeitig am Sammelplatz abgestellt werden. Auch dann nicht, wenn die Mitarbeiter bereits mit dem Aufbau der Sammelstelle beschäftigt sind. Die persönliche Übergabe der Abfälle ist wichtig, damit Informationen über den Inhalt der Gefäße mitgeteilt werden und der Abfall gefahrlos entsorgt werden kann. Wenn Behälter unbeaufsichtigt abgestellt werden, besteht etwa die Gefahr, dass andere Anlieferer oder Passanten sie versehentlich umstoßen.

 

Alle privaten Haushalte können den kostenlosen Service der Schadstoffsammlung nutzen. Die Abfälle werden in haushaltsüblichen Mengen angenommen, wie der Abfallratgeber erläutert (Seite 15). Die Abfallberatung bietet Informationen zur Entsorgung von gewerblichen Problemabfällen.

 

Die nächste Sammeltour im AW-Kreis findet Ende Oktober statt. Alle Termine und Standorte finden sich im Abfallratgeber (Seiten 19 und 20). Wer seine Problemabfälle außerhalb der festen Sammeltermine abgeben möchte, kann sie während der Öffnungszeiten zur ständigen Annahmestelle beim Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ nach Niederzissen bringen. – Noch Fragen? Die AWB-Abfallberatung hilft gerne: Ruf 02641.975-222 und 975-444.

 

Foto: Was ist in dem Gefäß? Für eine umweltgerechte Entsorgung müssen Problemabfälle persönlich übergeben werden.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.05.2011

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