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Grünschnitt gehört nicht in den Wald

Verschärfte Kontrollen angekündigt – Kostenfreie Sammlung und Abgabe von Grüngut nutzen

Es ist ein Widerspruch: Der eigene Garten wird gepflegt, Rasen und Hecken werden geschnitten, Blumenbeete hergerichtet. Der anfallende Grünabfall wird jedoch allzu oft illegal in der Landschaft entsorgt. Dabei muss nicht mal kriminelle Energie dahinterstecken. „Der Grünabfall verrottet in der Natur sowieso zu Kompost, und bald ist nichts mehr davon zu sehen“ – könnte man meinen. Dem ist jedoch nicht so, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) betont.

 

Der AWB klärt auf: Illegal abgelagerter Grünabfall sieht nicht nur unschön aus, er hat auch mit einer funktionierenden Kompostierung nichts zu tun. Oft vergehen mehrere Jahre, bis ein nennenswerter biologischer Abbau in solchen Haufen stattfindet. Zudem verdrängen Brennnesseln, Brombeeren und andere stickstoffliebende Pflanzen an Stellen, wo verstärkt Grünschnitt abgelagert wurde, die natürliche Vegetation.

 

Und noch schlimmer: Der AWB weiß, dass oftmals neben dem verschwiegenen Grünabfallplatz noch andere, gefährliche Abfälle wie Elektroschrott oder belastetes Altholz abgelagert werden. An einigen Stellen entstehen so illegale Müllkippen, die ein unkalkulierbares Risiko für die Umwelt sowie für Menschen und Tiere darstellen. Die Kosten für Räumung und Entsorgung dieser Plätze trägt die Allgemeinheit.

 

Die Entsorgung von Gartenabfällen und Grünschnitt in Feld und Flur ist eine Ordnungswidrigkeit nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Dies kann für den Verursacher ein Bußgeld von mehreren hundert Euro, in extremen Fällen bis zu 50.000 Euro zur Folge haben.

 

Dabei gibt es legale, bequeme und kostenfreie Möglichkeiten, Gartenabfälle und Grünschnitt zu entsorgen. An erster Stelle steht die Kompostierung auf dem eignen Grundstück. Die Gartenabfälle können so auf ökologische Weise zu einem wertvollen Dünger verarbeitet werden. Ein Faltblatt mit Tipps zur Kompostierung kann unter www.awb-ahrweiler.de heruntergeladen oder kostenlos bei der AWB-Abfallberatung bestellt werden.

 

Außerdem bietet der AWB dreimal im Jahr eine Grünabfallsammlung an. Die Abholtermine liegen im Januar als kombinierte Weihnachtsbaum- und Grünschnittsammlung sowie im zeitigen Frühjahr und im Herbst, damit Material etwa aus dem Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen aufgenommen werden kann. Die genauen Termine stehen im Abfallratgeber und unter www.awb-ahrweiler.de, „Sammeltermine“.

 

Jeder Haushalt kann drei Kubikmeter Grünschnitt bei jeder Sammlung gebündelt zum Abholen an die Straße stellen. Diesen kostenlosen Service können auch Haushalte nutzen, die selbst kompostieren und bei denen zuviel Grünschnitt für den eigenen Kompost anfällt.

 

Statt den Grünabfall mühsam in den Wald zu fahren, sollte er besser zum Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen oder der Müllumladestation Leimbach gebracht werden. Hier wird das Material aus Privathaushalten ganzjährig und kostenfrei angenommen. Die angelieferten grünen Abfälle werden „Auf dem Scheid“ zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Der fertige Kompost kann dort anschließend in haushaltsüblichen Mengen wieder kostenlos mit nach Hause genommen werden.

 

Der AWB appelliert im Interesse der Umwelt an alle Bürger, Gartenabfälle oder Grünschnitt nur über ordnungsgemäße Wege zu entsorgen. Der AWB wird gemeinsam mit den Kommunen verstärkt Kontrollen vornehmen und Verstöße zur Anzeige bringen. – Weitere Info: AWB (im Gebäude der Kreisverwaltung Ahrweiler), Ruf 02641.975-444 oder .975-222.

 

Foto: Grüngut verrottet in der Natur zu Kompost? Eben nicht.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.07.2011

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