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Kreis Ahrweiler zerschießt weitere 250 Waffen

Gewehre, Pistolen und Revolver wandern in den Schredder – Noch 3.400 Waffenbesitzer – Sichere Aufbewahrung nachweisen

In einer gemeinsamen Aktion mit der Polizei hat die Kreisverwaltung Ahrweiler weitere 250 Waffen vernichten lassen. Nach der Auftaktaktion im Januar dieses Jahres, als 650 Waffen unschädlich gemacht wurden, beläuft sich die Gesamtzahl nun auf 900. Auch die jetzigen 160 Gewehre sowie 90 Kurzwaffen wie Pistolen und Revolver wurden in einer Schredderanlage zerstört. Zuvor waren die Schusswaffen von ihren Besitzern beim Kreis abgegeben worden.

 

Bei der Aufbewahrung von Waffen und Munition gelten verschärfte gesetzliche Vorschriften. Die Kreisverwaltung als Waffenbehörde fordert nochmals alle Waffenbesitzer auf, die sichere und ordnungsgemäße Aufbewahrung zu prüfen und, falls noch nicht geschehen, den entsprechenden Nachweis beim Kreis einzureichen.

 

Im Kreisgebiet gibt es derzeit noch rund 3.400 Waffenbesitzer – meist Jäger und Sportschützen, aber auch Altbesitzer und Erben. Diese müssen weiterhin mit verdachtsunabhängigen Kontrollen zuhause rechnen. Hintergrund: Nach dem tragischen Amoklauf von Winnenden hat der Gesetzgeber 2009 eine erneute Änderung des Waffenrechts beschlossen.

 

Die Waffenbehörde darf ohne Verdacht kontrollieren. Das gilt besonders für Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen, die eine sichere Aufbewahrung noch nicht nachgewiesen haben. Dieser Nachweis ist beispielsweise möglich durch Vorlage einer Rechnung oder eines Lieferscheines über die Anschaffung eines Waffenschranks. Sollte dies nicht möglich sein, kann ein Foto des Waffenschranks und des dazugehörigen Typenschildes vorgelegt werden.

 

Sichere Aufbewahrung bedeutet nicht nur, dass die gesetzlichen Vorschriften zu den Behältnissen eingehalten werden. Es muss auch geklärt sein, dass außer dem Berechtigten niemand Zugang zum Waffenschrank hat. So darf der Schlüssel weder allgemein zugänglich sein, etwa am Schlüsselbrett, noch darf die Zahlenkombination anderen Personen mitgeteilt oder bekannt werden. Dies gilt vor allem für Ehepartner, Kinder sowie weitere im Haushalt lebende nichtberechtigte Personen.

 

Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler geben Auskunft: Ruf 02641.975-229 und 975.588, E-Mail, eric.laumann @kreis-ahrweiler.de, harald.muench@kreis-ahrweiler.de.

 

Foto: Gewehre, Pistolen und Revolver – kurz vor dem Abtransport aus dem Kreis Ahrweiler in die Zerstörungsanlage.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.09.2011

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