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Kreis Ahrweiler führt flächendeckendes Solarkataster ein

Neuer Bürgerservice für alle Gebäudeeigentümer: Kostenlos über PV-Eignung des eigenen Dachs informieren

Mit einem flächendeckenden Solardachkataster geht der Kreis Ahrweiler gemeinsam mit der Sparkassenstiftung Zukunft Kreis Ahrweiler einen wichtigen Schritt in Richtung Umwelt- und Klimaschutz. Alle Eigentümer können sich bald im Internet kostenlos über die Eignung ihrer Dächer für Photovoltaik (PV) informieren, um aus Sonnenenergie Strom zu produzieren.

 

„Unsere Marschrichtung ist klar“, kündigt Landrat Dr. Jürgen Pföhler das neue Vorhaben an: „Bis zum Jahr 2030 wollen wir es schaffen, den Primärenergiebedarf im Kreis zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien zu decken. So hat es der Kreistag beschlossen.“ Die so genannte „Energiewende“ habe der Kreis bereits vor Jahren eingeleitet. Ein Beispiel von vielen: das Solarstromprojekt mit 7.000 Quadratmetern PV-Flächen auf den Dächern der kreiseigenen Schulen, was 2005 als Leitprojekt des Landes Rheinland-Pfalz im Klimaschutz ausgezeichnet wurde.

 

Jetzt also das Solarkataster. Die Sparkassenstiftung finanziert den Aufbau des 65.000 Euro-Projekts, der Software-Spezialist der Geoplex GmbH liefert die Technik, die Kreisverwaltung Ahrweiler wird die Daten auf Anfrage an die Gebäudeeigentümer übermitteln. Im Januar oder Februar 2012 soll das Kataster im Internet abrufbar sein – für jedes einzelne Dach der kreisweit rund 127.000 Gebäude, ob Haus oder Betriebsstätte, zwischen Rolandseck und Dorsel sowie zwischen Gelsdorf und Wassenach. Der Landrat spricht von einem „neuen Bürgerservice“.

 

Lohnt sich die Installation einer PV-Anlage auf meinem Dach? Welche Dachseiten eines Gebäudes kommen wirtschaftlich in Frage? Wie wird die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage etwa durch Verschattungseffekte von Nachbargebäuden oder Bäumen beeinflusst? Antworten auf diese Fragen wird das „Solardachkataster Kreis Ahrweiler“ liefern. Technisch handelt es sich um eine digitale Karte, die in Verbindung mit Luftbildaufnahmen die Eignung aller Gebäude bewertet und die Hauseigentümer darüber informiert.

 

Das interaktive Kataster wird den Gebäudeeigentümern die Abfrage des eigenen Solarpotentials ermöglichen. Dazu werden nach den Vorgaben einer wirtschaftlichen Solarstromproduktion alle Dachseiten zu den Punkten Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung und wirtschaftliche Mindestgröße geprüft und einer entsprechenden Gesamteignungskategorie („sehr gut“ bis „schlecht“) zugeteilt.

 

Die Geobasisdaten kommen vom Landesamt Rheinland-Pfalz für Vermessung und Geobasisinformation. Die Berechnung der Daten und die graphische Erstellung des Katasters übernimmt die Geoplex GmbH (Osnabrück). Im Internet werden die Informationen aus Datenschutzgründen zunächst vereinfacht dargestellt. Wenn das System im nächsten Jahr installiert ist und ein Eigentümer oder Nutzungsberechtigter eines Grundstücks konkrete Informationen wünscht, muss er eine Anfrage per E-Mail an die Kreisverwaltung richten. Dort wird die Berechtigung überprüft, und der Anfragende erhält seine Detailansicht mit den PV-Werten. Das System funktioniert nur über das Internet.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.09.2011

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