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51 Kindergärten bieten Sprachförderungen an

Bis zur Einschulung Defizite in deutscher Sprache beheben – 178.000 Euro aus Landesprogramm für AW-Kitas bewilligt

Die Zahl der Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler, die Sprachfördermaßnahmen anbieten, ist im Kindergartenjahr 2011/2012 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Sprachförderungen sowie Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule laufen derzeit in 51 der kreisweit 65 Kitas. Im Vorjahr fand die Förderung in 47 Einrichtungen statt.

 

Wie die Kreisverwaltung meldet, können die Kitas für den konkreten Einzelbedarf verschiedene Module anbieten: für Kinder vorwiegend im letzten Kita-Jahr sowie für Vier- bis Fünfjährige, jeweils untergliedert in Basis- und Intensivförderung. Die Gesamtzahl der Förderungen ist auf derzeit 82 gestiegen.

 

Die Förderung der Sprachentwicklung der Kinder gehört zur Alltagsaufgabe der Tagesstätten. Die zusätzlichen speziellen Sprachförderangebote richten sich an jene Kinder im vorletzten und letzten Jahr vor der Einschulung, die darüber hinausgehenden Förderbedarf in der deutschen Sprache haben.

 

Das angestrebte Ziel: Die Kinder sollen spätestens zur Einschulung fähig sein, sich aktiv und passiv an einem Gespräch auf Deutsch zu beteiligen und einer vorgelesenen Geschichte auf Deutsch zu folgen. Die Sprachfördermaßnahmen umfassen keine therapeutische Behandlung von Störungen oder Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und des Sprechens.

 

Über die Sprachförderung hinaus wurden drei Module zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule bewilligt. Diese werden in sechs Kindertagesstätten angewendet: Ahrbrück in Kooperation mit Hönningen, Reifferscheid sowie Nierderzissen in Kooperation mit den beiden Einrichtungen in Burgbrohl. Diese Maßnahmen gelten für Kinder im Jahr vor der Einschulung. Kindergärten und Grundschulen kooperieren vor Ort, um den Kindern den Übergang zwischen den beiden Lebensabschnitten zu erleichtern, beispielsweise mit einem Kunstprojekt der Kindergarten- und Grundschulkinder.

 

Die Angebote werden mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz finanziert, die aus dem Programm „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ fließen. Für das aktuelle Kindergartenjahr 2011/2012 wurden für die Kindertageseinrichtungen im Kreis Ahrweiler rund 178.000 Euro bewilligt.

 

Die Experten des Kreisjugendamts zeigen sich erfreut über die rege Beteiligung der Kindertagesstätten: Sprache sei das zentrale Mittel für Menschen, Beziehungen zur Umwelt und zum sozialen Umfeld aufzubauen. Mit Hilfe der Sprachfördermaßnahmen erhielten auch Kinder mit weniger guten Startbedingungen frühe Zugänge zur Bildung.

 

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Jugendamt, Sabrina Küster, Ruf 02641.975-337,

Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, sabrina.kuester@kreis-ahrweiler.de.

 


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.11.2011

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