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Hygiene in AW-Kindergärten macht Schule in Usbekistan

Gesundheitserziehung als Daueraufgabe – Delegation aus Taschkent auf Informationsbesuch – Händehygiene als wichtigste Maßnahme gegen Grippe und Masern

Mit dem Modellprojekt „Händewaschen – na klar“ hat der Kreis Ahrweiler die Gesundheitserziehung und speziell das Hygieneverhalten von Kindern verstärkt. Das Projekt selbst ist abgeschlossen – das Vorhaben indes bleibt eine Daueraufgabe. Und die Idee macht Schule. Auch in: Usbekistan. Eine Delegation des Gesundheitsministeriums und des Bildungsministeriums aus der Hauptstadt Taschkent besuchte jetzt den AW-Kreis, um sich zu informieren.

 

Wie kam der Kontakt zustande? Berichte in Fachzeitschriften, an denen das Gesundheitsamt und das Jugendamt der Kreisverwaltung Ahrweiler mitwirkten („Hygiene-Tipps für Kids – Konzept und Umsetzungsbeispiele“), riefen die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf den Plan. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit möchte die GIZ die Pandemie-Vorsorge in der zentralasiatischen Republik stärken. Dazu zählt auch ein Händewaschprogramm für die Bevölkerung Usbekistans, das bei Kindern ansetzt.

 

Die Delegationsreise führte unter anderem in den Kindergarten „Unterm Regenbogen“ nach Grafschaft-Ringen, wo der Kreis Ahrweiler die Aktion im Herbst 2004 gestartet hatte. Jetzt standen Dr. Ute Teichert-Barthel, Leiterin des Gesundheitsamtes, und Kindergartenleiterin Edith Wolf den Gästen Rede und Antwort – unter ihnen Dr. Lyudmila Kudasheva, Zulkhumor Mutalova und Jamshidbek Niyazbekov aus Usbekistan, GIZ-Mitarbeiter und Dolmetscher. Als aktive und interessierte Protagonisten zeigten die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte in Ringen, wie moderne Hygiene gehandhabt wird.

 

Zur Erinnerung: Die Aktion „Händewaschen – na klar“ lief unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Jürgen Pföhler bis 2005 als Mitmachprojekt für die Kindertagesstätten im Kreisgebiet. Die Federführung lag beim Gesundheitsamt und beim Jugendamt. Als Grundlage dienten die „Hygiene-Tipps für Kids“ des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Das Hygiene-Institut Bonn sorgte auch für die wissenschaftliche Begleitung und die epidemiologische Aufarbeitung.

 

Händehygiene gilt als wichtigste Maßnahme, um Infektionen zu verhindern. In Kindergärten und Schulen können sich epidemische Infektionserkrankungen wie Grippe und Masern rasch verbreiten – daher ist frühzeitig Hygieneerziehung von zentraler Bedeutung. Bei Kindern gilt: Ein entscheidender Faktor des Lernens ist, dass die praktische Anleitung Spaß macht. An diesem Punkt setzte das Projekt an.

 

Foto:

Die Kleinen zeigen´s den Großen: Hygieneerziehung beginnt im Kindesalter. Die Delegation aus Usbekistan besichtigte den Kindergarten in Grafschaft-Ringen.

 


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.11.2011

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